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Wedora - Schatten und Tod

Tags: Fantasy
03.09.2017
Rezensionsexemplar
Cover Schatten und Tod deutsch

Die in Wedora gestrandete Tomeija gerät in eine Prüfungssituation anderer Art: Als sie während des großen Sturms an einer offenen Tür vorbeikommt und diese schließen will, findet sie im Inneren ein Blutbad vor. Kaum betritt sie das Haus, wird sie mit Körperteilen beworfen und von herbeieilenden Wachen des Mordes an den Bewohnern beschuldigt. Tomeija kann jedoch immer mehr Ungereimtheiten in der Situation aufzeigen und sich ihrer Gegner erwehren, bis plötzlich Sarash, die Vertraute und Botin des Herrschers, das Theaterspiel beendet. Der Herrscher hat Tomeija auserkoren, seine Sonderermittlerin in Wedora zu werden. Da sie selbst nicht aus der Welt stammt, hat sie die besten Voraussetzungen, um den Sumpf aus Verbrechen und Korruption zu bekämpfen, der sich in den letzten zweihundertfünfzig Jahren in der Wüstenstadt gebildet hat. Ihre erste Aufgabe wird die Aufklärung eines echten Mordes, der sich in der Festung Sandwacht außerhalb der Stadt zugetragen hat. Die Festung wird nur von Soldaten bewohnt, die in ihrer eigenen Welt leben und auf eine Außenstehende nicht freundlich reagieren werden...

Liothan, mit dem Tomeija in Wedora gestrandet ist, leidet unterdessen unter großer Langeweile. Sein Studium der Magie kommt nicht recht voran. Die Zauber wollen ihm einfach nicht gelingen. Er sinniert darüber, stattdessen eine eigene Diebesbande zu gründen. Doch bevor er aufbrechen kann, um sich geeignete Leute zusammenzusuchen, erinnert er sich wieder an den geheimen Schacht in dem Haus, das die Beiden als Belohnung für die Rettung des Herrschers erhalten haben. Bisher kam er nicht dazu, diesen zu erforschen und vielleicht kann sich dieser sich beim Bewegen durch die Stadt als hilfreich erweisen. Kurzerhand sucht er sich eine rudimentäre Ausrüstung zusammen und öffnet den Zugang in der Wand. Er muss viele Meter hinab klettern, bis er endlich den Boden des Tunnels erreicht. Hier erwartet ihn ein alter Sprengstoff und ein Zugang zu den wertvollen Wasservorräten der Wüstenstadt. Und nicht nur diese, in den Verließen unter der Stadt findet Liothan hunderte von fremden Kreaturen, die seit langem die Auslöschung der menschlichen Bevölkerung planen. Um die Zerstörung der Stadt aufzuhalten, lässt er sich auf einen Deal mit den Kreaturen ein. Sein Plan sieht vor, dass er Anführer aller Diebe in Wedora wird und den kompletten Handel kontrolliert, um so den Kreaturen die Möglichkeit zu geben, die Stadt zu übernehmen. Es ist sein Versuch, die Ambitionen der Kreaturen in weniger katastrophale Bahnen zu lenken. Es könnte auch seinem Verlangen nach einer kriminellen Zukunft entgegenkommen oder ihn in Konflikt mit Tomeija und ihrer neuen, geheimen Aufgabe als Gesetzeshüterin bringen...

Tomeija startet währenddessen ihre Ermittlungen in der Festung, wo man ihr offensichtlich einige Dinge verheimlichen will. Kaum stößt sie auf erste Hinweise, versucht man sie und die Menschen mit denen sie redet, zu töten. Im Kerker der Festung trifft sie den Kannibalen Irian wieder, der ihr seine Hilfe anbietet. Das Verwirrspiel in Sandwacht endet dank aufgebrachter Geister in der Zerstörung der Anlage und einer Unmenge an Toten. Tomeija kehrt mit Antworten und zwei Mitgliedern für ihre neue Ermittlungseinheit nach Wedora zurück.

Erneut finden sich die beiden Protagonisten und Freunde für größere Teile des Romans auf verschiedenen Seiten wieder, bis sie gemeinsam für die Rettung der Stadt kämpfen müssen. Im Süden braut sich ein großer Krieg an, in dessen Vorbereitungen Tomeija und Liothan immer wieder verwickelt werden und der letztendlich über das Schicksal der Stadt entscheiden wird, wenn am Ende alle Handlungsstränge zusammenlaufen.

Eine Nebenhandlung des Buchs findet Telonia, ihrer alten Heimat, statt. Diese leidet noch immer unter dem Wirken von Durus, dem Bösewicht aus dem ersten Band der Reihe. Sein letzter Zauber verwandelt das Reich nach und nach in eine Wüste voller tödlicher Kreaturen.

Ich war etwas traurig, in der Danksagung zu lesen, dass Sandmeer-Chroniken mit diesem Band abgeschlossen ist. Dabei bietet Wedora noch viel Potenzial. Die Welt ist mit ihren Völkern, Sprachen, Kulturen und ihrer Hintergrundgeschichte großartig ausgearbeitet. Es gibt zudem im Roman einige Andeutungen über mögliche weitere Handlungen, wie die Legende der Drachen, die eines Tages aufsteigen und die Stadt vernichten sollen oder Liothans Experimente, die Macht der Monde aus Menschen zu ziehen. Ich hoffe, dass sich Markus Heitz irgendwann nochmal dazu entschließt, nach Wedora zurückzukehren, denn das Lesen von Wedora - Schatten und Tod hat mir sehr viel Spaß bereitet.

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Cover The Long and Short englisch

The Long and Short of it beinhaltet die acht bis zum Erscheinungszeitpunkt dieses Sammelbandes nur als E-Books erschienenen Kurzgeschichten zur Chronicles of St Mary's / Die Chroniken von St. Mary's-Reihe. Ergänzt werden die Texte jeweils von einem Vorwort, in dem Jodi Taylor von der Entstehung der Geschichte berichtet.

In The Very First Damned Thing reist Dr. Bairstow in der Zeit zurück, um das St Mary's Institut zu gründen.

In When a Child is Born müssen Max, Markham und Peterson bei einer Geburt am Weihnachtstag im Jahr 1066 aushelfen.

In Roman Holiday soll das Haus von Julius Cäsar beobachtet werden. Doch die Ereignisse im Jahr 44 vor Christus überschlagen sich und schon bald stehen die Historiker aus St Mary's Cäsar und Kleopatra gegenüber.

In Christmas Present macht sich Max am Heiligabend alleine auf ins Jahr 60, um zwei verloren geglaubte Mitglieder von St Mary's und das Leben von Sicherheitschef Ian Guthrie zu retten.

In Ships and Stings and Wedding Rings muss Max an Weihnachten ins antiken Ägypten, um eine geladene Pistole zurückzuholen, die ein anderes Team von St Mary's dort verloren hat.

In The Great St Mary's Day Out erhält das gesamte Team von St Mary's die einmalige Gelegenheit im Jahr 1601 Shakespeare persönlich auf der Bühne zu erleben.

In My Name is Markham soll die Weihnachtsstreitigkeit geklärt werden, ob Alfred der Große tatsächlich die Kuchen verbrannt hat, wie es immer heißt. Max und ihre Kollegen verfolgen das Geschehen vor Ort und geraten mitten in den Konflikt.

In A Perfect Storm muss Max Historienfilmproduzent Calvin Cutter durch St Mary's führen und beeindrucken, damit seine Firma das Institut als Berater anstellt.

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Cover A Perfect Storm englisch

In St Mary's erholt man sich immer noch von den Auswirkungen ihres letzten Zusammentreffens mit Clive Ronan. Der Hangar ist noch nicht repariert und es sind noch nicht alle Wunden verheilt. Da derzeit keine Zeitreisen stattfinden können, ist es für St Mary's umso wichtiger, die anderen Einnahmequellen zu pflegen. Nun hat sich der Historienfilmproduzent Calvin Cutter angekündigt und Doktor Bairstow ist erpicht darauf, dass er einen Vertrag zur exklusiven Beratung und Kostümproduktion unterschreibt. Maxwell soll Cutter das Institut von seiner besten Seite zeigen und ihm den Deal schmackhaft machen.

Dieser zeigt jedoch kein großes Interesse, sondern telefoniert die gesamte Zeit über mit seinem Assistenten. Max sieht schon alle ihre Felle davonschwimmen und entscheidet sich für einen letzten verzweifelten Versuch. Sie erlaubt Professor Rapson im Beisein ihres Gastes ein Experiment durchzuführen. Der Professor und sein Team wollen herausfinden, ob Hannibal beim Überqueren der Alpen durch hohes Erhitzen Felsbrocken aus dem Weg sprengen konnte. Als Doktor Bairstow von dem Versuch erfährt, sieht er sich gezwungen, Max noch einmal daran zu erinnern, dass er Cutter für die Vertragsunterzeichnung lebend benötigt.

A Perfect Storm ist eine äußerst lustige Kurzgeschichte, die das Team aus St Mary's auf ihren nächsten Einsatz vorbereitet. Man erfährt, wie die Zeit zwischen den Romanen vergeht und wie der Heilungsprozess der Einheit verläuft.

A Perfect Storm ist auch in The Long and Short of it enthalten.

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Cover Ein unmöglicher Mord deutsch

John Stableford ist zu Gast bei seinen Schwiegereltern in der Pfarrei von Upper Biggins. Hier machen sich er und seine Frau Harriet einige entspannte Tage, als seine Nichte Sarah plötzlich aus dem Garten herein gestürmt kommt. Sie will einen deutschen Spion mit Golfschläger im Rosenbeet beobachtet haben. Zwischen den Blumen findet John tatsächlich einen Golfball mit Hakenkreuz. Ein kurzer Ausflug auf das Grundstück des angrenzenden Herrenhauses, Annandale Grange, offenbart, dass der ehemals stillgelegte Golfplatz wieder auf Vordermann gebracht wurde. Dass dies von den Nachbarn unbemerkt geschehen konnte, bleibt das vorherrschende Thema in der Familienrunde. Zumindest bis am Abend das Telefon klingelt und sich Percy Holmes, Johns Kontaktmann beim Inlandsgeheimdienst, meldet. John und Harriet sollen am nächsten Tag zu einem Bankett erscheinen, da seine besonderen Fähigkeiten gefordert sind.

Als sich John kurz vor dem Bankett mit Holmes unterhält, erläutert dieser ihm, dass in Annandale Grange in den kommenden zwei Tagen unter Ausschluss der Öffentlichkeit die Rückrunde im Golfpreis der Nationen stattfinden wird. Der Inlandsgeheimdienst hat dafür gesorgt, dass ausschließlich die Spieler aus England und dem Deutschen Reich zugegen sein werden. Hitler war zwei Jahre zuvor äußerst erbost darüber, dass der von ihm gestiftete Preis nicht in den Händen des deutschen Teams gelandet ist und hat seiner Mannschaft den unmissverständlichen Auftrag zum Sieg gegeben. Zwar befürchtet Holmes keine größeren Probleme, dennoch möchte er, dass Stableford als Gast und Caddy während der Veranstaltung seine Augen offen hält.

Beim Begrüßungsbankett lernen John und Harriet die Spieler und die Hausbewohner von Annandale Grange kennen und es kommt zum ersten Zwischenfall, als der betagte Hausherr Sir Edmund Rogie mit blauen Lippen zusammenbricht.

Da Sir Edmund den Vorfall zunächst überlebt, wird das Turnier wie geplant am nächsten Morgen gestartet. Die Vormittagsrunde verläuft ohne Vorfälle. In der Nachmittagsrunde begleitet Holmes das erste Team als Caddy und Stableford das zweite. Der zweite Caddy in Johns Gruppe ist Nero Nye, der Sohn von Sir Edmunds Lebensgefährtin Nita Nye, der sich scheinbar mit allen Anwesenden im Streit befindet. Noch während das erste Loch gespielt wird, kippt Nero plötzlich um. Das andere Team wird von der angrenzenden zweiten Bahn zur Hilfe gerufen, doch Holmes kann nur noch den Tod des jungen Mannes feststellen. Was er jedoch schnell findet, ist eine Schussverletzung, die von einem Gewehr stammen muss. Nun haben aber weder John, der nur wenige Meter vom Opfer entfernt gestanden hat, noch Holmes einen Schuss vernommen und außer den Spielern, die sie beobachtet haben, war niemand in der Nähe. Vom Winkel her muss der Schuss zwischen den beiden Bahnen abgegeben worden sein. Es scheint sich um einen unmöglichen Mord zu handeln.

Bei Ein unmöglicher Mord handelt es sich um einen klassischen Detektivroman, bei dem der Mord stimmig und genretypisch in einem alten, englischen Herrenhaus geschieht. Es gibt natürlich viele geheime Verstrickungen zwischen den Anwesenden. Die Beteiligten werden vom Ermittler alle nach und nach befragt. Doch wer sagt die Wahrheit und wer lenkt mit seinen Lügen nur gezielt den Verdacht auf andere? John Stableford muss nach und nach den Tricks des Mörders auf die Schliche zu kommen.

Rob Reef spielt dabei ein wenig mit dem Genre, indem er seine Hauptfigur, der selber Detektivromanautor ist, über genau diese Dinge philosophieren lässt. Dessen Frau Harriet ist unterdessen immer mal wieder davon genervt, dass ihr Mann seine Entdeckungen für eine dramatische Enthüllung zurückhält. Das Buch bereitet eine Menge Spaß beim Lesen.

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Cover The Broken Teacup englisch

Katie Bonner fühlt sich nicht sonderlich gut. Eine Woche voll mit nasskaltem Regen hat sie runter gezogen. Sie braucht etwas, um sie aufzumuntern, jedoch hat sie keine Ahnung, was das sein könnte. Ihre Post in der Artisans Alley enthält ein durchnässtes Paket für sie. Dank des Regens lässt sich der Absender nicht mal mehr erahnen. Im Inneren findet Katie eine wunderschöne Teetasse, aus der beim Transport leider eine Ecke herausgebrochen ist. Noch bevor sie sich den beiliegenden Umschlag anschauen kann, wird sie wegen einer undichten Stelle im Gebäude weggerufen. Als sie wenig später wieder zurück in den Eingangsbereich kommt, ist das Päckchen mit der Tasse jedoch verschwunden.

Ida Mitchell war zwischenzeitlich vorbeigekommen und hat den nassen Karton mit der zerbrochenen Tasse für Müll gehalten und in den Container hinter dem Gebäude geworfen. Zwar kann Katie die Tasse wiederfinden, doch vom Umschlag fehlt jede Spur. Dabei möchte sie nun unbedingt wissen, wer ihr die Tasse zugeschickt hat. Ein Besuch im Afternoon Tea gegenüber bringt sie leider nicht weiter. Besitzerin Francine nimmt ihr die Hoffnung, dass man über das Muster auf der Tasse den Absender ermitteln könnte. Hilfreicher ist dagegen der Besuch beim ehemaligen Ermittler Ray Davenport, der ihr rät, mit dem Barcode des Pakets zur Post zu gehen und so zumindest den Absendeort zu ermitteln. Das funktioniert zwar, aber Katie fällt niemand ein, den sie dort kennen könnte. Inzwischen ist ihr die Tasse sehr ans Herz gewachsen und sie beschließt sie zu reparieren. Als sie vom Einkauf eines Spezialklebers in ihr Büro zurückkommt, ist die Tasse jedoch von ihrem Schreibtisch verschwunden.

Mich hat gefreut, dass Katie diesmal wieder der Hauptcharakter der Geschichte ist. Das Geheimnis um die Tasse lenkt sie ein paar Tage ab und gibt ihr eine neue Perspektive. Im Gegensatz zu Katie, empfand ich die letzten Ereignisse in The Broken Teacup jedoch mit einem traurigen Beigeschmack.

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