Meine Bücherwürmer


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Cover Sand im Schuh deutsch

Kriminaloberkommissarin Nina Moretti ist mit ihrem Mann auf dem Weg in einen hoffentlich erholsamen Urlaub auf der Nordseeinsel Langeoog. Doch irgendwie ahnt sie, dass der Urlaub nicht so entspannt sein wird, wie sie sich das wünschen würde. Schließlich erwarten sie auf der Insel ihre Schwägerin, deren Verlobter und ihre Schwiegermutter, die sie zu dem Urlaub eingeladen hat. Auf ihre Schwägerin Lara ist Nina jedoch gar nicht gut zu sprechen. Die beiden waren einmal beste Freundinnen, bis Lara mit Ninas damaligen Freund geschlafen hat.

Schon auf der Hinfahrt geht so einiges schief. Erst stoppt sie ein platter Reifen, dann verpassen sie die letzte Fähre nach Langeoog und während sie die Nacht in einem Hotel verbringen, werden ihre Zelte aus dem Auto gestohlen. Immerhin das kommt Nina zu Gute, denn auf Zelten hatte sie eigentlich keine Lust, sie wollte lediglich nicht unter demselben Dach wie Lara schlafen.

Als sie am nächsten Tag endlich auf die Insel übersetzen können, darf Nina feststellen, dass sich ihre Schwägerin kein Bisschen verändert hat. Ihr Verlobter, Harald von Friedwitz, hingegen ist ein netter und wohlhabender Kerl, den Lara überhaupt nicht verdient hat. Für den ersten Abend steht ein Essen beim einzigen Japaner auf Langeoog an. Toni Belfinger, ein Bekannter von Ninas Schwiegermutter, hat sie angeblich zu seiner Geburtstagsfeier eingeladen. Im Restaurant erwartet sie eine Überraschung. Der Küchenchef präpariert vor ihren Augen den in Deutschland verbotenen, äußerst giftigen Kugelfisch. Die Männer am Tisch wollen nicht feige dastehen und greifen natürlich zu.

Am nächsten Morgen findet Nina Lara verheult in der Küche des Ferienhauses. Harald ist in der Nacht nicht zurückgekehrt. Nina geht davon aus, dass dieser verärgert war, weil seine Verlobte so schamlos mit ihrem Gastgeber Toni geflirtet hat. Doch Harald taucht nicht wieder auf und dann findet Nina seine abgestellten Schuhe am Strand. Nun ist der Urlaub für sie endgültig gelaufen.

Sand im Schuh ist unterhaltsam und stellenweise auch mal lustig. Die vielen regionalen Dialekte haben mir in Schriftform nicht so gut gefallen, aber das ist eine Eigenart der deutschen Sprache. Die Charaktere im Buch sind sehr unterschiedlich. Am Ende bekommt jeder von ihnen, was er verdient. Ich bin gespannt, ob dies Nina Morettis einziger Ausflug nach Ostfriesland bleibt.

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Cover In the Company of Ogres englisch

Never Dead Ned hat sich nach einigen unrühmlichen Todesfällen an der Front in die Buchhaltung der Armee versetzen lassen. Hier stirbt er deutlich seltener. Als Soldat war er eh zu Nichts zu gebrauchen. Daher ist Ned auch gar nicht erfreut, als er eine Beförderung erhält, die ihn zum Kommandanten der Oger-Kompanie ernennt. Die Oger-Kompanie repräsentiert das untere Ende der Armee. Hier landen die hoffnungslosen Fälle und die Kommandanten sterben mit einer merkwürdigen Regelmäßigkeit.

Direkt bei seiner Ankunft stirbt Ned vor den Augen seiner neuen Führungsoffiziere, die zwar bereits seinen Tod geplant hatten, jedoch diesmal nicht einmal selber Hand anlegen mussten. Frank, der Oger, Gabel der Ork und Regina, die Amazone, fühlen sich seit Jahren übergangen. Immer wieder werden ihnen Kommandanten vorgesetzt, statt dass einer von ihnen befördert wird. So haben sie dafür gesorgt, dass jeder von ihnen einen tödlichen Unfall erleidet. Never Dead Ned stellt sie jedoch vor eine neue Herausforderung. Zwar haben sie seine Leiche auf dem Kompaniefriedhof begraben lassen, doch kurze Zeit später marschiert er zurück durchs Haupttor, hinein in die Kneipe und bestellt sich einen Krug vom stärksten Drink. Ned ist definitiv anders als seine Vorgänger. Er interessiert sich nicht wirklich für die Stelle, die er aufgedrückt bekommen hat und marschiert nicht durch die Gegend und erteilt unsinnige Befehle.

Bald erfährt Ned den wahren Grund für seine Versetzung. Die Buchhaltung will, dass sich die Oger-Kompanie entweder innerhalb der nächsten sechs Monate in eine profitable Einheit verwandelt oder sie auflösen. Da Ned Erfahrungen in der Buchhaltung hat, hat er die nahezu aussichtslose Aufgabe erhalten. Sollte er scheitern, droht ihm eine Versetzung zu den Berserkern, wo der schmächtige Mensch sein scheinbar ewiges Leben in endlosen Toden verbringen würde. Doch das ist noch das kleinste seiner Probleme. Als Ned endlich erfährt, warum er immer wieder von den Toten zurückkehrt, steht plötzlich die Zukunft des gesamten Universums auf dem Spiel.

Wie von Alex Lee Martinez gewohnt kann In the Company of Ogres / Die Kompanie der Oger mit einer abgedrehten Story und sehr ungewöhnlichen Charakteren in noch ungewöhnlicheren Situationen aufwarten. Das Buch wird zum großem Spaß, als immer mehr unerwartete Probleme auf den ahnungslosen Ned zukommen.

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Cover Der Krähenturm deutsch

Icherios Ceihn ist sich unsicher, wie er sich beim Gedanken an seinen neuen Auftrag fühlen soll. Die Kanzlei zur Inspektion unnatürlicher Begebenheiten schickt ihn nach Heidelberg zu einem Medizinstudium. Damit erfüllt sich endlich sein seit seiner Kindheit gehegter Traum. Doch gleichzeitig soll er auch die Augen aufhalten, denn in Heidelberg verschwinden Leute spurlos und Anselm von Freyberg, der Chronist der Kanzlei in Karlsruhe, traut seinen Kollegen in Heidelberg nicht. Zudem deutet er an, dass Icherios mysteriöse Vergangenheit etwas mit dem Fall zu tun haben könnte. Diese wagen Andeutungen gefallen dem jungen Ermittler überhaupt nicht, da er das Gefühl hat, dass man ihm wieder etwas Wichtiges verheimlicht.

Nachdem er die Fahrt mit der Geisterkutsche nach Heidelberg überstanden hat, muss Icherios feststellen, dass das Medizinstudium so gar nicht seinen Erwartungen entspricht. In den meisten seiner Unterrichtsstunden liest ein Jesuit aus veralteten Büchern vor. Die Studenten haben diese Texte mitzuschreiben und Wort für Wort auswendig zu lernen. Kritik an diesen Vorlesungsmethoden macht Icherios bei seinen Professoren schnell unpopulär, bei seinen Mitstudenten kommt er damit jedoch gut an. Schon bald verbringt der die Abende mit ihnen in den Kneipen von Heidelberg. Dabei wird er jedoch immer tiefer in ein Netz von Geheimnissen, übernatürlichen Morden und Verrat hineingezogen.

Der Krähenturm wird nicht nur aus der Perspektive von Icherios geschrieben. Während er in Heidelberg nach Spuren sucht, ist auch der Hexenjäger Silas unterwegs, der seinen verschwundenen Bruder finden will und sich dazu als Priester ausgibt. Auch Carissima, die Vampirin aus Dornfelde, die Icherios bei seinem letzten Abenteuer kennengelernt hat, kommt in die Stadt, um ihn wiederzusehen. Er ist sich seiner Gefühle ihr gegenüber noch immer im Unklaren, während sie ihn am liebsten ebenfalls in einen Vampir verwandeln würde.

Durch die verschiedenen Charaktere und Handlungsstränge, die sich nach und nach immer weiter miteinander verweben, kommt Abwechslung in die Geschichte. Das Buch beginnt etwas langsam, da es eine Weile dauert, bis Icherios auf die ersten ungewöhnlichen Vorfälle trifft. Danach wird es jedoch spannend und der Leser wird zusammen mit Icherios in immer mehr Geheimnisse eingeweiht.

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Cover Die Alchemie der Unsterblichkeit deutsch

Im Jahr 1771 leidet Karlsruhe unter einer großen Hungersnot. Auch Icherios Ceihn kann sich kaum durchschlagen, nachdem er seine Familie verlassen hat und von einem Medizinstudium träumt. Sein Mentor Raban von Helmstatt hat andere Pläne für ihn. Er entsendet ihn zur Kanzlei zur Inspektion unnatürlicher Begebenheiten. Icherios weiß nicht, was ihn hier erwartet und Anselm von Freyberg, der Chronist der Kanzlei, ist gar nicht begeistert, dass Icherios von Raban nicht ordentlich eingeführt wurde. Ihm selbst bleibt dazu jedoch auch keine Zeit, denn auf Grund der aktuellen Personalknappheit innerhalb der Kanzlei muss er Icherios gleich zu seinem ersten Auftrag in den Schwarzwald entsenden. Hier gab es zwei ungeklärte Todesfälle. Anselm drückt ihm noch schnell ein leeres Notizbuch, einen Sack voll Geld und einen Passierschein in die Hände und schickt ihn wieder los.

Nach einer beschwerlichen, mehrtägigen Kutschfahrt erreicht Icherios endlich das Dorf Dornfelde. Inzwischen ist die Zahl der Opfer auf Vier angestiegen. Als er um erste Informationen bittet, eröffnet man ihm, dass je zwei der Opfer Vampire und Werwölfe waren. Nicht nur das, die gesamte Bevölkerung des Ortes besteht aus einer Mischung von Menschen, Vampiren und Werwölfen, die mehr oder weniger friedlich miteinander leben. Icherios beschließt diese Aussagen erst einmal außer Acht zu lassen und sich den Fundort des letzten Opfers anzusehen.

Bei seiner Suche nach dem Serienmörder deckt Icherios so manches Geheimnis der Dorfbevölkerung auf und macht sich einige Feinde. So muss er immer wieder auch um sein eigenes Leben fürchten. Am meisten leidet aber das Weltbild des Wissenschaftlers, der mit immer mehr übernatürlichen Phänomenen konfrontiert wird. Immer mehr Opfer und ein drohender Krieg zwischen den Bevölkerungsgruppen des Dorfes zwingen Icherios zum schnellen Ermitteln.

Die Alchemie der Unsterblichkeit ist sehr unterhaltsam geschrieben. In der Handlung sind genug Hinweise gestreut, damit man als Leser auch selbst auf Täter und Motive kommen kann. Jedoch finde ich, dass der Titel des Buches schon etwas viel verrät. Ansonsten: Mehr davon!

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Neuntöter

Tags: Thriller
27.03.2016
Rezensionsexemplar
Lesung Neuntöter

Emma Carow arbeitet als Fallanalystin beim Berliner LKA. Zwar ist sehr gut beim Erstellen von Täterprofilen, doch an der sozialen Kompetenz mangelt es bei ihr. Dies bringt nun die erhoffte Beförderung in Gefahr, auf die sie schon so lange hingearbeitet hat. Zusammen mit einem neuen Fall erhält sie an diesem Morgen mit Felix Schreiner einen neuen Kollegen und Konkurrenten um die Stelle.

Am Potsdamer Platz wurden drei mit Panzertape mumifizierte Leichen hoch oben in einem Baugerüst aufgehängt und die Ermittler benötigen schnell ein Profil des oder der Täter. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass es nach so einer öffentlichen Zurschaustellung der Leichen weitere Opfer geben wird, so dass die Zeit drängt.

Für ihre Analyse benötigt sie möglichst viele Informationen über die drei Opfer. Dabei handelt es sich um zwei junge Frauen und einen obdachlosen Mann. Das Ermittlerteam hält diesen für jemanden, der nicht ins Beuteschema des Täters passt und vermutlich eher getötet wurde, weil er etwas mitbekommen hat. Doch Emma glaubt, dass jedes Opfer bewusst ausgewählt wurde und will von den Ermittlern mehr Informationen. Als diese ihren Wünschen nicht nachkommen, nutzt sie die Wortgewandtheit ihres neuen Kollegen, um sie doch in Richtung des Obdachlosen forschen zu lassen.

Als die Mannschaft des LKA versucht den Tathergang nachzustellen, wird Emma schnell klar, dass eine größere Gruppe zusammengearbeitet haben muss, denn alleine oder zu zweit wäre es nicht machbar gewesen. Emma und versucht sich an einer ersten Analyse des Anführers der Gruppe, den sie für einen charmant rüberkommenden Planer hält.

Neuntöter ist ein sehr spannender und über lange Strecken fesselnder Thriller, der zum Mitraten einlädt. Leider haben mir einige Dinge gar nicht gefallen.

Emma verfällt immer wieder in Phantasien eines mutigeren oder aggressiveren Selbst, die so geschrieben sind, als würde das gerade jetzt passieren und dann immer aufgelöst werden mit einer Formulierung in der Art von "Das hätte sie jetzt gerne getan. Tat sie aber nicht." Auf Grund der Häufigkeit mit der das in der ersten Hälfte des Buchs vorkommt, nervt es recht schnell.

In der Mitte des Buchs hat Emma eine äußerst selbstzerstörerische, nicht nachvollziehbare Phase, bei der ich fast aufgehört hätte zu lesen. Gegen Ende habe ich mehrfach das Buch zur Seite gelegt und brauchte etwas, bevor ich weiterlesen konnte und das nicht etwa wegen grausamer Folterszenen, sondern weil sich Emma so dumm verhält und sich selbst unnötig in Gefahr bringt, so dass das Lesen einfach keinen Spaß mehr gemacht hat. Die Autoren haben bei der Premierenparty gesagt, dass Emma kein Charakter ist, den man großartig mögen wird, doch als Leser des Romans hat man nur Emma als Fenster auf die Handlung. Wenn diese dann allem, sich selbst eingeschlossen, mit einer negativen Perspektive und Zerstörungswut begegnet, fällt es schwer, Freude am Buch aufkommen zu lassen, auch wenn der Fall und die Täter an sich interessant und ungewöhnlich sind.

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