Meine Bücherwürmer


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Cover Feuer der Leere deutsch

Die Menschheit ist zu den Sternen aufgebrochen und hat weit entfernte Planeten kolonialisiert. Doch dann stießen sie auf die Giats, die dabei waren, die Galaxis zu erobern. Die Menschheit wurde fast ausgerottet und versklavt. Mit einer kleinen Flotte von Raumschiffen ziehen die letzten Menschen nun heimatlos durch das All. Sie sind auf der Suche nach Nahrungsanbaugebieten, können nirgends lange bleiben und müssen sich immer wieder der Giats erwehren.

Rila ist Pilotin im Weißen Geschwader. Tagelang flogen sie und ihre Kameraden unter absoluter Funkstille mit hoher Geschwindigkeit auf einen Planeten der Giats zu, der den Außerirdischen als riesige Waffenschmiede dient. Endlich angekommen geben sie ihre Tarnung auf und gehen in den Angriff auf die Planetenverteidigung über. Es kommt zu einem erbitterten Kampf, der nur ein Ziel hat: Den Weg frei räumen für die Neckbreaker. Das massive Schiff folgt der Angriffsflotte und es hat nur den einen Versuch den Planeten zu treffen. Gelingt ihm das, löst dies eine planetare Katastrophe aus, die den Himmelskörper unter Umständen sogar zerreißen wird. Dies wäre ein schwerer Schlag gegen die Giats und würde den Menschen vielleicht etwas Luft in den kommenden Jahren verschaffen. Rila gibt ihr bestes und trägt entscheidend zum Sieg bei. Doch ihr Angriffsjäger wird dabei schwer beschädigt und sie schafft es nicht zurück zur Marlin, dem Mutterschiff der menschlichen Flotte.

Ihr Bruder Starn, der früher ebenfalls beim Militär gearbeitet hat, macht sich unterdessen große Sorgen um seine Schwester, die nicht mit ihren Kameraden vom Weißen Geschwader zurückgekehrt ist. Doch als Xenobiologe kann er derzeit nichts für sie tun. Er muss sich um die Kleinstlebewesen kümmern, die es als Schwarm dem Schiff ermöglichen den dreidimensionalen Raum zu verlassen und im sogenannten Rotraum große Strecken in kurzer Zeit zurückzulegen. Die Flotte macht sich gerade bereit für die Transition in den Rotraum und die weitere Suche nach Überlebenden wird abgebrochen. Die Menschen müssen schnell verschwinden, denn jetzt werden die Giats auf Rache aus sein und sie mit neu entfachtem Eifer jagen.

Feuer der Leere ist ein spannendes und unterhaltsames Science Fiction-Abenteuer mit einigen interessanten Ideen und Fragen. Es gibt sowohl große Raumschlachten als auch mehr oder weniger friedliche Planetenerkundungen, dazu gesellen sich verschiedene außerirdische Lebensformen, kosmische Geheimnisse und Romanzen. Was mich anfangs etwas überrascht hat ist, dass zwischen den Kapiteln immer etwas Zeit vergeht, so dass nicht immer jedes einzelne Ereignis vollständig bis zu einem Ende geführt wird. Dies unterstreicht jedoch gut die fortlaufende Handlung.

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Cover And the Rest is History englisch

Nach ihrer Schwangerschaft möchte sich Max etwas von ihrem Bauch abtrainieren und beschließt das Joggen um den See auf dem Gelände von St Mary's wiederaufzunehmen. Doch bei ihrer zweiten Runde um das Gewässer steht auf einmal ihr Erzfeind Clive Ronan vor ihr. Ronan hat schon mehrfach versucht Max zu töten und einige ihrer Kollegen auf dem Gewissen. Jetzt ist er jedoch gekommen, um ihr ein Friedensangebot zu machen. Er ist das ewige Versteckspiel vor der Zeitpolizei satt und bittet Max seinen Vorschlag Direktor Bairstow vorzubringen. So schnell wie er aufgetaucht ist, ist er dann auch schon wieder verschwunden.

Zusammen mit Doktor Bairstow zerbricht sich Max den Rest des Tages den Kopf, bis sie letztendlich beschließen, dass Max zu einem weiteren Treffen mit Ronan aufbrechen soll. Die Koordinaten, die er ihr für den Fall zurückgelassen hat, führen sie zweieinhalbtausend Jahre zurück in die ägyptische Wüste. Hier im Nichts soll es keiner Partei möglich sein, der anderen eine Falle zu stellen. Tatsächlich erwartet sie Ronan unter der brennenden Sonne Afrikas. Doch bevor Max die Antwort von Doktor Bairstow überbringen kann, sehen sie Truppen auf sich zureiten. Max ist begeistert, denn sie glaubt, die verlorene Armee von Cambyses entdeckt zu haben. Sie drückt Ronan kurzerhand einen Recorder in die Hand und drängt ihn dazu, alles aufzuzeichnen. Widerwillig macht er mit, als plötzlich der Sandsturm, der das Ende der Armee bedeuten wird, aufzieht. Zu weit von ihren Zeitmaschinen entfernt, um diese noch erreichen zu können, müssen Ronan und Max sich aneinander kauern und stundenlang zusammen dem Sturm trotzen.

Nach dieser gemeinsamen Strapaze will Max endlich ihre Botschaft überbringen, als nun auch noch die Zeitpolizei auftaucht und versucht sie beide festzunehmen. Ronan fühlt sich von Max verraten und bevor er in seiner Zeitmaschine verschwindet, droht er Max an, alle, die ihr etwas bedeuten, zu töten. Dieser Drohung lässt er auch gleich Taten folgen. Zurück in St Mary's muss Max mit ansehen, wie eine Kollegin vor ihren Augen erschossen und ihr Sohn entführt wird.

In St Mary's und bei der Zeitpolizei ist man sich einig, dass Ronan entgültig gestoppt werden muss. Zwar will Max gleich die Verfolgung aufnehmen, doch stattdessen begleitet ihr Mann Leon die Polizisten bei der Jagd. Er verspricht ihr jedoch, in zwei Tagen mit ihrem Sohn zurückzukehren.

Ein paar Stellen in And the Rest is History, insbesondere das Auftauchen der jugendlichen Zeitreisenden aus der Zukunft, haben mir nicht so gut gefallen. Das wirkte, wie ein Cameo-Auftritt, den ich nicht verstanden habe. Nach dieser merkwürdigen Episode wurde das Buch jedoch wieder spannend und man konnte sich bis zum Schluss fragen, wessen Leben vielleicht noch gerettet werden kann. Die historischen Expeditionen waren erneut interessant und der Grundton des Buches sehr humorvoll.

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Cover Lovecraft Country englisch

1954 beendet der zweiundzwanzigjährige Farbige, Atticus Turner, seinen Kriegsdienst und kehrt aus dem Süden der U.S.A. in seine Heimat Chicago zurück. Sein Vater, mit dem er sich wegen seines Gangs zum Militär zerstritten hat, hat ihm einen Brief geschrieben, in dem er von einem geheimen Geburtsrecht spricht, dass Atticus bisher vorenthalten wurde. Er hat irgendetwas in der Familiengeschichte seiner verstorbenen Frau entdeckt, dass ihn stark beschäftigt hat. So stark, dass er scheinbar nicht einmal auf Atticus' Ankunft in Chicago gewartet hat, sondern bereits alleine in den äußerst abgelegenen Ort Ardham gefahren ist, um dort mehr herauszufinden.

Atticus folgt ihm zusammen mit seinem Onkel George und seiner Jugendfreundin Letitia. Schon die Fahrt birgt einige Gefahren, da Farbige in dem Gebiet, dass sie durchqueren müssen, nicht gern gesehen sind. Am Rande des letzten Orts vor Ardham versucht der Sheriff sogar sie umzubringen. Doch etwas Wildes im Wald verhilft ihnen zur Flucht, indem es die beiden Deputys tötet. Nachdem die Drei den Wald durchquert haben, erreichen sie endlich Ardham. Man erwartet sie bereits im Herrenhaus, das den Ort überblickt. Ein Butler teilt ihnen mit, dass ihr Gastgeber, Mr. Braithwaite, und Atticus' Vater gerade unterwegs sind, aber bald zurückkehren werden. In den luxuriösen Zimmern, in die sie geführt werden, finden sie perfekt sitzende Kleidung und eine Auswahl ihrer Lieblingsbücher vor. Atticus, George und Letitia trauen dem Braten nicht und beschließen sich in diesem fast vollständig von der Außenwelt abgeschnittenen Ort einmal genauer umzusehen.

So beginnt das erste von acht kleinen Abenteuern im Buch. Bei Matt Ruff ist kein Buch wie das andere. Ganz bewusst schreibt er immer wieder in einem anderen Genre. In Lovecraft Country / Lovecraft Country treffen Rassenprobleme und mythologischer Horror aufeinander. Dies ist nur auf den ersten Blick eine ungewöhnliche Kombination. In den ersten zeitgenössischen Geschichten aus dem Bereich versteckten sich noch mehr oder weniger offensichtlich die Ängste der Weißen vor den Farbigen. Und wie Matt Ruff in den Anhängen betont, brachte der mythologische Horror für die farbigen Protagonisten kaum einen zusätzlichen Schrecken, mit dem sie sich nicht in ähnlicher Form eh schon in ihrem Alltag konfrontiert sahen. Es gab erstaunlich viele Wege, in denen Farbige diskriminiert werden konnten, an die man im ersten Augenblick gar nicht denken würde und die der Roman demonstriert.

Die Idee zum Roman basiert Teilweise auf dem Konzept für eine TV-Serie in der jeder Protagonist mindestens einmal im Zentrum seiner eigenen Geschichte stehen sollte. Um diese Grundidee beizubehalten sind die Kapitel episodenhaft angelegt. Sie verbinden sich jedoch zu einem vollständigen Roman mit Anfang und gemeinsamen Ende. Die Handlung begleitet Atticus, seine Verwandten und engen Freunde bei ihren über die Jahre stattfindenden Aufeinandertreffen mit den Anhängern eines alten Geheimbundes. Dieser nutzt übernatürliche Rituale dazu, seine Macht auszubauen. Die Helden des Buches zeichnen sich dadurch aus, dass sie stets bereit sind, Widrigkeiten mit denen sie konfrontiert werden zu bekämpfen und sich nicht mit ihrem Schicksal abzufinden.

Ich fand Lovecraft Country / Lovecraft Country faszinierend und unterhaltsam zugleich. Der lockere Tonfall der Charaktere trug sehr dazu bei, dass der Roman nicht zu düster wurde oder hoffnungslos wirkte. Wieder einmal hat mich Matt Ruff neuen Themen näher gebracht.

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Seelenspalter

Tags: Fantasy
20.03.2017
Rezensionsexemplar
Cover Seelenspalter deutsch

Maleni musste als Kind mit ansehen, wie Soldaten ihre Familie töteten. Eine Fremde rettete jedoch ihr Leben und machte sie zu einer Schwester im Orden der Xyi. Mit seinen Spionen und Assassinen greift der Orden insgeheim in den endlosen Krieg zwischen den Fürstentümern der Acht Reiche ein. Neben einer jahrelangen Ausbildung zur Meuchelmörderin durchläuft Maleni auch ein geheimes Ritual. Fortan teilt sich Maleni ihren Körper mit Taryah, einer skrupellosen zweiten Persönlichkeit, die immer dann die Kontrolle übernimmt, wenn ein Auftrag erledigt werden muss.

Als erotische Tänzerin verführt und vergiftet Taryah einen bedeutenden Feldherrn. Doch bei der Flucht aus der Festung ist es Maleni, die zögert, als sie bemerkt, wie Wachen zwei Mädchen vergewaltigen. Sie kann nicht wegsehen und widersetzt sich ihren Anweisungen, um den Mädchen zu helfen. Dies kostet sie wertvolle Zeit und ihre Verfolger, die nach der Mörderin ihres Anführers fanden, sind ihr dichter auf den Fersen, als es geplant gewesen war. Maleni muss eine andere Route einschlagen, die sie in die Berge führt. Doch hier holen sie ein Dutzend Soldaten ein. Selbst für eine Assassinin der Xyi stehen die Überlebenschancen schlecht. Kurz nach Beginn des Kampfes scheint ihr Schicksal besiegelt. Unverhofft erhält sie jedoch Hilfe von einem blauäugigen Fremden, der die letzten Soldaten tötet und die Leichen verschwinden lässt.

Am nächsten Tag wacht Maleni in der Höhle von Umbert und Elgor auf. Die beiden Schmiede reisen ebenfalls durch die Berge und haben das bewusstlose Mädchen gefunden und versorgt. Maleni wurde dazu erzogen, niemanden zu vertrauen und Zeugen aus dem Weg zu schaffen. Doch bei ihrer gemeinsamen Reise entwickelt sie eine gewisse Zuneigung für die Schmiede und eine gewisse Abneigung dagegen, sie einfach zu töten, insbesondere, nachdem sie ihr das Leben retten. Doch so wie Maleni tragen die Beiden ein Geheimnis mit sich herum und sind weit mehr als sie vorgeben zu sein. Für sie könnte Maleni diejenige sein, die ihnen dabei hilft, ihrem lange verfolgten Ziel endlich näher zu kommen.

Ju Honisch verwendet in Seelenspalter eine leicht altertümliche Sprache, die zusätzlich mit Begriffen aus der Klingenwelt angereichert ist. Daran muss man sich erst einmal ein paar Seiten gewöhnen, doch dann ist es sehr passend. Bei einer so großen Welt und vielen benannten Ländern und Orten, die bereist werden, wäre eine Landkarte im Buch sehr hilfreich gewesen. Das Buch enthält lediglich ein Register mit Personen, Orten und Begriffen.

Die Handlung fokussiert sich auf Maleni, wird aber auch aus Sicht ihrer Reisebegleiter und Verfolger erzählt. Zudem gibt es immer wieder Wechsel zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit der Charaktere. Auch hier konzentriert es sich hauptsächlich, aber nicht ausschließlich, auf Maleni. Durch diese Rückblicke in ihre Ausbildung werden im Verlauf der Geschichte einige für die Handlung entscheidende Geheimnisse gelüftet. Ich muss gestehen, dass mir die Unterbrechungen im zweiten Viertel des Buches stellenweise zu häufig und zu lang vorkamen und ich sie daher in diesem Bereich als ein wenig störend empfand, wenn ich wissen wollte, wie sich die spannende Haupthandlung weiterentwickeln würde.

Insgesamt war die Geschichte sehr schön in sich abgeschlossen und fesselte mich über weite Strecken ans Buch.

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The Martian / Der Marsianer

06.03.2017
EmpfehlungEmpfehlung
Cover The Martian englisch

Mark Watney war Teil der dritten bemannten Marsmission. Bei einem schweren Sturm versuchen die Astronauten zu evakuieren, doch Mark wird von einem herabstürzenden Trümmerteil getroffen, stürzt einen Hügel herunter und wird von den anderen für tot gehalten. Diese brechen daraufhin die Mission ab und fliegen in den Orbit zurück, von wo aus sie die monatelange Reise zur Erde beginnen.

Unten auf dem Mars erwacht derweil Mark und muss feststellen, dass er zwar schwer verletzt, aber dennoch der einzige lebende Mensch auf dem Planeten ist. Er schafft es, sich zurück ins Habitat zu schleppen und kann seine Wunde versorgen. Doch eine Möglichkeit, um Kontakt mit der restlichen Besatzung oder der NASA aufzunehmen fehlt ihm. So beginnt Mark sich auf einen längeren Marsaufenthalt einzustellen. Bis die nächste geplante Mission den Mars erreicht, vergehen noch einige Jahre. Das jedoch stellt Mark vor einige Probleme, denn die zurückgelassenen Vorräte werden so lange nicht reichen und die nächste Crew soll 3200 Kilometer entfernt landen.

Erstmal kommt Mark zu Gute, dass er nicht nur Ingenieur, sondern auch Botaniker ist und die NASA der Mannschaft einige frische Lebensmittel für ein Thanksgivingfest auf dem Mars mitgegeben hat. Mark beginnt Erde ins Habitat zu schaffen und diese mit Bakterien anzureichern, um darin Kartoffeln zu züchten, die ihn zumindest für einige zusätzliche Tage mit Nahrung versorgen können.

Der Großteil des Romans besteht aus Tagebucheinträgen von Mark. Gelegentlich wird ein Blick auf die Erde geworfen, wo man die Bemühungen der NASA beobachten kann, die alles daransetzen, Mark zu retten. Später werden diese Wechsel häufiger.

Mir hat der Tonfall von The Martian / Der Marsianer sehr gefallen. Er erinnerte mich auch an Andy Weirs Webcomic Casey & Andy. Mark Watney zeichnet sich dadurch aus, dass er auf Stress mit Humor und Sarkasmus reagiert, was das Buch trotz der angespannten Lage immer noch recht locker erscheinen lässt. Der Autor hat sich eine Menge Wege ausgedacht, um seinen Protagonisten das Leben schwer zu machen und lässt ihn diese Schwierigkeiten durch kreative Problemlösungen überwinden. Dazu gehört es natürlich, viel von dem Zweck zu entfremden, was die NASA für ganz andere Einsatzzwecke konzipiert hatte. Immer wieder muss Mark improvisieren und Zahlenspiele mit seinen verfügbaren Ressourcen durchgehen. Auch diese fand ich überraschend faszinierend und nachvollziehbar. 2015 wurde das Buch von Ridley Scott verfilmt *.

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