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Cover The Diamond Conspiracy englisch

Nach ihrem Kampf mit Thomas Edison in Amerika befinden sich Wellington Thornhill Books und Eliza D. Braun vom Ministerium für Eigenartige Vorkommnisse auf dem Rückflug nach England. Endlich haben sie etwas Zeit für sich und beschließen diese in Ruhe zu genießen. Zum einen wäre da Wellingtons Dampf betriebenes und schwer bewaffnetes Auto, das die beiden Agenten im Laderaum des Luftschiffes gemeinsam weiter aufrüsten und zum anderen wäre da das Schlafzimmer ihrer Kabine, das sie kaum verlassen möchten. Doch ihre traute Zweisamkeit wird von einem Notsignal gestört. Etwas Katastrophales muss in London vorgefallen sein und Books und Braun bleibt keine Zeit die Ankunft des langsamen Luftschiffs an der britischen Küste abzuwarten. Kurzerhand stehlen sie den Rettungssegler und eilen ihrem Reisegefährt voraus.

In England unterdessen ist es dem Maestro, dem mysteriösen Widersacher des Ministeriums, gelungen, dieses bei der Königin in Missgunst fallen zu lassen. Nicht nur wurde es aufgelöst, es wurde auch die Abteilung für Imperiale Unannehmlichkeiten damit beauftragt, alle Agenten des Ministeriums auszuschalten. Einige sind den tödlichen Angriffen bereits zum Opfer gefallen. Selbst der ehemalige Agent Bruce Campbell wird im australischen Outback aufgespürt. Er kann seinen Häschern entkommen und beschließt seinen alten Kollegen zur Hilfe zu kommen. Als erstes rettet er Brandon D. Hill in Kolumbien, bevor sich die beiden gemeinsam auf den Weg nach England machen.

In The Diamond Conspiracy muss sich Wellington mit seiner Vergangenheit auseinandersetzen. Bisher wurde hierzu viel angedeutet und in diesem Band konkretisiert. Das Buch beginnt wie die bisherigen Bände und man erhält den Eindruck, als würde die Geschichte auf einen finalen Showdown mit dem Maestro hinauslaufen. Doch nach der Hälfte des Buches eröffnet Ministeriumsdirektor Sound Books und Braun das am besten gehütete Geheimnis des Ministeriums und plötzlich überschneidet sich die bisher abgeschottete Steampunk-Welt der beiden Agenten mit den Werken von H.G. Wells, Robert Louis Stevenson und Edgar Rice Burroughs. Das passiert im vierten Band der Reihe dann doch recht unerwartet. Im Großen und Ganzen bleibt The Diamond Conspiracy jedoch ein Ministry of Peculiar Occurrences / Books & Braun-Roman, in dem Fans der Reihe mit einer sich vertiefenden Beziehung zwischen den beiden Hauptcharakteren belohnt werden.

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Cover The Crown of Ptolemy englisch

Annabeth Chase hat von ihrer Mutter, der Göttin Athene, eine Vision erhalten. Zusammen mit ihrem Freund Percy Jackson macht sie sich sogleich auf zur Governers Island im New Yorker Hudson River. Hier treffen die beiden Halbgötter auf den Magier Setne, dem Drahtzieher hinter den letzten beiden Monsterangriffen, die Annabeth zusammen mit Sadie Kane und Percy zusammen mit Carter Kane erfolgreich abgewehrt haben. Er will sich mit Hilfe eines Zauberspruchs in einen Gott verwandeln und anschließend selbstverständlich die Welt erobern. Annabeth und Percy könnten Hilfe jetzt gut gebrauchen, doch können sie Sadie und Carter nicht erreichen. Der Kampf gegen Setne läuft nicht gut. Mit zwei schnellen Zaubersprüchen hat er die Halbgötter ausgeschaltet und hilflos müssen sie zusehen, wie er Wadjet die Kobragöttin des Unteren Ägyptens beschwört und vernichtet. Das gibt ihm eine Hälfte der magischen Krone hinter der er her ist. Gerade als er sich der beiden Halbgötter endledigen will, eilen endlich Sadie und Carter zur Unterstützung herbei. Setne beschließt sich lieber Nekhbet der Geiergöttin des Oberen Ägyptens zu widmen und verschwindet.

Da Annabeth und Percy so kläglich gegen Setne gescheitert sind, müssen die vier jungen Helden sich jetzt schnell eine Strategie überlegen, mit der sie ihre Chancen verbessern können. Gegen die anderen Monster, die Setne beschworen hat, hat sich nur eine Kombination aus griechischen und ägyptischen Kräften als erfolgreich erwiesen. Irgendwie müssen sie also ihre Kräfte bündeln und hoffen, dass es wieder funktioniert.

Ein vorerst letztes Mal müssen die griechischen Halbgötter mit den ägyptischen Magiern zusammenarbeiten. Mit The Crown of Ptolemy schließt Rick Riordan seine Cross-Over-Kurzgeschichtenreihe ab. Wie die ersten beiden Teile ist auch diese Geschichte, die aus Sicht von Percy Jackson erzählt wird, spannend und unterhaltsam geworden und besinnt sich auf die Stärken der beiden zugrunde liegenden Reihen.

Titel ist auch in Demigods & Magicians / Percy Jackson auf Monsterjagd mit den Geschwistern Kane enthalten.

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Cover A Trail Through Time englisch

Max findet sich in einer alternativen Realität wieder. Hier ist sie gestorben und dafür lebt ihr Freund Leon noch. Noch bevor die beiden sich wirklich darüber Gedanken machen können, wie ähnlich oder unterschiedlich sie den Personen sind, die der jeweils andere verloren hat, erreicht sie ein warnender Anruf von Doktor Bairstow. Umgehend müssen sie Leons Haus verlassen und in seine Zeitmaschine fliehen. Trotz der Tarnfunktion stürmt wenige Sekunden später ein schwer bewaffnetes, futuristisches Einsatzkommando auf sie zu. Leon initiiert auf der Stelle einen Zeitsprung zu einer einsamen griechischen Insel, auf die er und Max sich immer zurückziehen. Hier erzählt ihr Leon, dass es sich bei ihren Verfolgern um die Zeitpolizei handelt. In dieser Realität wurde sie in ferner Zukunft gegründet als in mehreren Staaten die Zeitreisetechnologie erfunden wurde, damit sich nicht alle Länder gegenseitig in der Vergangenheit auslöschen. Inzwischen hat sich ihre Macht ausgedehnt Sie jagen alle Zeitreisenden und überwachen auch das geschichtliche Forschungsinstitut St Mary's. Was sie nun von Max und Leon wollen und wie sie überhaupt von ihnen erfahren haben, ist den beiden aber noch unklar.

Während Max im Wald Feuerholz sammelt, stößt sie auf weitere Zeitpolizisten. Nur wenige Stunden nach ihrer Ankunft in der Vergangenheit hat man sie aufgespürt. Gerade so können sie zurück in die Zeitmaschine fliehen und einen Notfallsprung mit zufälligen Ziel auslösen. Sie finden sich mitten auf der zugefrorenen Themse im bitterkalten London des siebzehnten Jahrhunderts wieder. Die Menschen scheinen das bestmögliche aus der Kälte zu machen und halten einen Markt auf dem Fluss ab. Die Historikerin in Max kann nicht anders als sich möglichst dick einzuwickeln, die Zeitmaschine zu verlassen und alles zu bestaunen. Doch wieder taucht die Zeitpolizei auf und jagt sie durch die Menschenmenge.

In der neuen Realität, an die sich Max gewöhnen muss, trifft sie auf alte Freunde und Feinde. Letztendlich gelingt es ihr aber sich dort einen Platz zu erkämpfen und so wie sie sich dort einfindet, findet sich auch der Leser an diesem vertrauten, aber leicht unterschiedlichen neuen Schauplatz der Reihe ein. Bei A Trail Through Time handelt es sich erneut um eine Mischung aus historischen Aufträgen und großer, gefährlicher Rahmenhandlung. Das vertraute Muster funktioniert weiterhin und das Ergebnis ist ein unterhaltsamer und spannender Roman.

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Die große weite Welt der Mimi Balu

Tags: Humor
19.04.2015
Rezensionsexemplar
Cover Die große weite Welt der Mimi Balu deutsch

Michaele Balutzke verlies kurz nach dem Mauerfall mit zwanzig Jahren für ein Au-pair-Jahr ihre sächsische Heimat und blieb die nächsten zwanzig Jahre dort. Aus der Bäckereifachverkäuferin, die einmal den Familienbetrieb übernehmen sollte, wurde die Lebenskünstlerin Mimi Balu. In London schlägt sie sich mit Gelegenheitsjobs über die Runden, lernt eine Fähigkeit nach der anderen und hofft auf ihren großen Durchbruch als Künstlerin, sei es mit Gesang, Malerei oder sonst etwas. Zu ihrem vierzigsten Geburtstag kehrt sie für einen Besuch in ihr Heimatdorf Limbach-Oberfrohnazurück. Auf eine große Feier hat sie eigentlich überhaupt keine Lust, aber ihre Mutter hat bereits Unmengen an Gästen, die meisten davon sind Mimi unbekannt, eingeladen.

Immerhin ist sie in Limbach-Oberfrohna eine kleine Sensation. Bei ihr holt man sich Stiltipps und lässt sich von der großen weiten Welt erzählen. Neben dem Ansehen, das Mimi im Freundeskreis ihrer Mutter geniest, erfreut sie an ihrem Heimatdorf nur die Anwesenheit ihrer Großmutter Trude. Diese ist es auch, die Mimi in den letzten zwanzig Jahren finanziell über Wasser gehalten hat. Als plötzlich Mimis Handy klingelt, wittert sie die Karrierechance, auf die sie ihr Leben lang gewartet hat und gleichzeitig einen Weg, um ihre Geburtsfeier herumzukommen. Ihre frisch gegründete Frauenband darf in einem Londoner Club als Vorgruppe für eine bekanntere Band auftreten. Unter Umständen werden Plattenproduzenten vor Ort sein. Mimi schmückt die Gelegenheit ihrer Familie gegenüber nur ein klein wenig aus und schon haben diese den Eindruck, als würde sie zusammen mit Billy Idol in einem vornehmen Theater auf der Bühne stehen. Ohne weitere Details zu verraten reist Mimi zurück nach London.

Am nächsten Morgen erhält sie einen Anruf von Oma Trude. Für Mimis Geburtstag hat sie sich eine besondere Überraschung ausgedacht. Mimi soll sie in Stansted vom Flughafen abholen, denn Oma Trude will bei ihrem großen Auftritt live dabei sein. Nun steht Mimi vor einigen Problemen, denn nicht nur das Konzert hat sie bei ihren Besuchen in Limbach-Oberfrohna ein wenig beschönigt.

Die große weite Welt der Mimi Balu ist ein humorvolles Buch, das mich gerade in der ersten Hälfte sehr gut unterhalten hat. Den Mittelteil empfand ich als ein wenig zu deprimierend nach dem fröhlichen Anfang, da ich erwartet habe, dass sich das Buch in dem Stil fortsetzt. Doch es entwickelt sich in eine ganz andere Richtung als zuerst von mir vermutet. Mimi muss sich der Realität stellen und sich darüber bewusst werden, was sie wirklich mit ihrem Leben anstellen wird. Am Ende wird sie aber dann doch sehr glücklich.

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Cover Prudence englisch

Prudence Alessandra Maccon Akeldama, kurz Rue, hat ungewöhnliche Fähigkeiten. Wenn sie einen Werwolf oder einen Vampir berührt, stiehlt sie dessen Kräfte und verwandelt sich selbst in das übernatürliche Wesen. Schuld daran sind Rues leibliche Eltern, ihr Vater ist der Alpha-Werwolf Lord Maccon und ihre Mutter ist Lady Alexia, die mit ihrer Berührung die Kräfte von Übernatürlichen neutralisieren kann. Als würde das noch nicht an ungewöhnlichen Elternteilen reichen, ist da auch noch der unabhängige Vampir Lord Akeldama, der Rue aus politischen Gründen gleich nach ihrer Geburt adoptiert hat und den sie liebevoll Dama nennt. Damas aktuelles Interessengebiet ist der bei den Briten so beliebte Tee. Um eine eigene Plantage in Indien zu erwerben, möchte er seine Adoptivtochter vor Ort die Lage auskundschaften lassen. Dazu schenkt er ihr ein eigenes, langstreckentaugliches Luftschiff, das Rue gleich The Spotted Custard tauft und wie einen übergroßen Marienkäfer umlackieren lässt.

Zwar benötigt ihre Mutter etwas Überzeugungsarbeit, doch schließlich gibt sie nach und erlaubt die einmonatige Reise ihrer Tochter in die britische Kolonie. Dabei darf natürlich auch ihre beste Freundin Primrose Tunstell, kurz Prim, nicht fehlen. Auch deren Mutter, die inzwischen zur Vampirkönigin und Baronin aufgestiegene beste Freundin von Lady Alexia, ist anfangs ganz und gar nicht begeistert, lässt ihr Kind jedoch ziehen, nachdem sie für jede Gelegenheit einen passenden, neuen Hut gekauft hat. Für ihre Schiffsbesatzung benötigen die beiden jungen Damen jedoch noch einen Chefingenieur und einen Navigator. Dama schlägt Rue zwei Männer vor, auf deren Gesellschaft sie gut verzichten kann, doch letztendlich ist niemand besser geeignet. So macht sie sich auf den Weg, die beiden jungen Männer zu ihrer Reise einzuladen. Als erstes lässt sich der äußerst flirtwillige Quesnel Lefoux überzeugen, sich um die von ihm entworfenen Maschinen an Bord zu kümmern, auch wenn Rue dafür zuerst in einen Ententeich geworfen wird. Weniger nass und eher verstaubt ist ihr anschließender Besuch bei Prims Zwillingsbruder Professor Percy Tunstell, dem sie die Feldforschung in Indien schmackhaft machen kann.

Nachdem die Besatzung nun vervollständigt wurde, steht nur noch die Abschiedsfeier an. Die Londoner Vampire legen sich ins Zeug, um das extravaganteste Fest auf die Beine zu stellen, das die Stadt in dieser Saison erlebt hat. Doch auf Grund eines sozialen Fauxpas, den Prim begeht, beschließt Rue vorzeitig und ohne Ankündigung aufzubrechen. Nicht nur ist die High Society von London schockiert, Rue entgehen auch einige wichtige Informationen, die sie vor ihrer langen Reise noch hätte erhalten sollen.

Prudence ist ein wirklich gelungener Start für eine Fortsetzungsreihe. Die Nachkommen der bisherigen Helden unterscheiden sich ausreichend von ihren Eltern, um als eigene Charaktere bestehen zu können. Auch thematisch begibt sich das Buch in neue Gefilde und Regionen, so dass die Welt von Gail Carriger weiter anwächst und einige neue Geheimnisse ihrer übernatürlichen Wesen gelüftet werden. Das Buch ist durchweg humorvoll geschrieben, braucht aber eine Weile, bis ersichtlich wird, dass sich noch mehr abspielt als die Beschaffung von Tee. Aber auch bis dahin wird man von der Handlung gut unterhalten. Da ist es schade, dass die Custard Protocol-Reihe auf nur zwei Bücher ausgelegt ist.

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