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Hex

22.02.2015
Cover Hex deutsch

Sina Zweisam arbeitet für Hex, einer Abteilung für ungeklärte Kriminalfälle des Innenministeriums des Deutschen Reiches mit Sitz in Berlin. Hier landen 1926 unter anderem Agenten, die für den Einsatz in anderen Bereichen nicht mehr geeignet sind. Zu deren Hauptaufgaben gehört es Berichten von Fischmännern im Wannsee nachzugehen und Sekten zu zerschlagen. Als ein deutsches Luftschiff über Grönland explodiert und der letzte Funkspruch des Kapitäns von einer fliegenden, hellen Scheibe berichtet, ist Johannes Zacharias, Gründer und Leiter von Hex, sehr daran interessiert. Er schickt Sina und ihren Kollegen Max von Poser mit dem nächsten Luftschiff nach Grönland, um die Absturzstelle zu untersuchen. Bei der Explosion soll ein vier Kilometer großer Krater entstanden sein.

Andere Parteien sind ebenfalls an den Reisenden interessiert. Der Magier, ein ehemaliger Auftragsmörder, der sich eigentlich aus dem Geschäft zurückgezogen hatte und sich nur noch auf seine Bühnenkarriere konzentrieren wollte, wird für die Verfolgung der beiden Agenten und einen weiteren Mord engagiert. Seinem Auftraggeber scheint dafür kein Preis zu hoch zu sein. Vor Jahren sind er und Sina schon einmal aufeinander getroffen. Bei dem Vorfall starben viele Kinder. Ein Ereignis, das Sina zu tiefst traumatisiert hat und auch der Magier hat es zum Anlass genommen, seine Pistole an den Nagel zu hängen.

Während Sina und Max ihre Reise nach Grönland antreten, versuchen Kräfte innerhalb der Ministerien das Hex verschwinden zu lassen. Erst stirbt Dominik, Agent des Hex und Sohn von Zacharias, bei einer Explosion seines Autos. Dann verlangen Männer in Schwarz die Herausgabe von Akten aus den Archiven des Hex, die geheime Experimente betreffen, die sechs Jahre zuvor zu einer Katastrophe geführt haben. Als der Archivar des Hex nachts weitere Akten in Sicherheit bringen will, überrascht er einen Brandstifter in der Bibliothek.

Mit Hex hat Kai Meyer eine Art deutsche Akte X-Geschichte abgeliefert. Das Buch erschien zur Hochzeit der TV-Serie. Das Abenteuer der Agenten ist spannend und beinhaltet eine Menge klassischer Zutaten: UFOs, Außerirdische, Männer in Schwarz, Geheimbünde und Vertuschungsaktionen. Auch das Ermittlerduo erinnert ein wenig ein Mulder und Scully. Das Ergebnis ist deutlich besser gelungen als zwei der drei Akte X-Bücher, die ich in den Neunzigern gelesen habe.

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Cover This Old Homicide englisch

Bauunternehmerin Shannon Hammer macht sich Sorgen um ihren Nachbarn Jesse. Sie kennt den alten Mann seit ihrer Kindheit. Er hat ihrer Schwester und ihr beigestanden, als ihre Mutter gestorben ist. Jetzt hat ihn im kleinen Städtchen Lighthouse Cove seit Tagen niemand mehr gesehen. Nachdem er auf ihr Klopfen und Rufen nicht reagiert, beschließt Shannon den ihrer Familie anvertrauten Notfallschlüssel zu benutzen und im Jesses Haus nach dem Rechten zu sehen. Das Erste, was sie im Haus überrascht, ist die unglaubliche Unordnung, die sie vom ehemaligen Navy SEAL nicht gewohnt ist. Schubladen und Schränke stehen offen und die Inhalte sind auf dem Boden verstreut. Erst denkt sie sich nichts dabei, doch dann findet sie Jesse tot auf seiner Couch liegen. Sogleich ruft sie die Polizei und Jesses einzige Verwandte, ihre gute Freundin Jane.

Auch wenn noch kein Autopsiebericht vorliegt, ist Shannon fest davon überzeugt, dass ein Einbrecher auf der Suche nach etwas bestimmten war und für den Tod ihres Nachbarn verantwortlich ist. Bestärkt wirkt sie in ihrer Vermutung, als sie in der nächsten Nacht vom Schein einer Taschenlampe geweckt wird, die sich durch das Haus des Verstorbenen bewegt. Zusammen mit ihrem Untermieter, dem berühmtem Autor Mac Sullivan, betritt sie das Gebäude durch die Vordertür. Der Einbrecher scheint sie jedoch gehört zu haben und verschwindet durch die offen stehende Terrassentür. Shannon kann sich keinen Reim darauf machen, was er gesucht haben könnte. Jesse hat seit Jahren nur von seiner Rente gelebt.

Bei der Trauerfeier für Jesse gelangt Shannon zu zwei überraschenden Erkenntnissen. Zum einen taucht überraschend eine Frau namens Althea auf und behauptet Jane gegenüber, die letzten sechs Monate die Freundin des Verstorbenen gewesen zu sein. Shannon hatte von ihrem Vater diesbezüglich Gerüchte gehört, doch sie als Jesses typisches Seemannsgarn abgetan. Zum anderen wird Jane von einem Antiquitätenhändler angesprochen, der ihr die goldene und mit Juwelen besetzte Halskette abkaufen will, die Jesse vor Jahren in einem versunkenen Wrack gefunden hat. Jane und Shannon können nur darüber lachen, denn Jesse hat irgendwann zugegeben, dass er sich die Geschichte nur ausgedacht hat und es die Kette nie gegeben hat. Doch der Antiquitätenhändler lässt nicht locker, Jesse habe ihm das Schmuckstück direkt nach seinem Fund gezeigt und er hat es selbst in den Händen gehalten. Sollte Jesse tatsächlich so etwas wertvolles besessen haben, wäre das natürlich ein mögliches Motiv für den Mord an ihm.

Mit This Old Homicide liefert Kate Carlisle einen weiteren gut geschriebenen und spannenden Cozy Mystery ab. Interessant am Buch ist, dass Shannon Gespräche mit Mac über das Schreiben von Mystery-Büchern und deren Struktur führt. Mal schauen, ob das zu einem wiederkehrenden Thema der Reihe wird. Weniger gefallen hat mir, dass Shannon zu viele Personen durch ihr unreifes Verhalten auffallen. Unliebsame Charaktere dürfen ruhig durch unterschiedliche Charakterzüge negativ auf sich aufmerksam machen. Außerdem überrascht das Auftauchen eines Geists, da die Fixer-Upper Mysteries ansonsten eher in der Realität angesiedelt sind.

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Cover City of Heavenly Fire englisch

Seit Jace mit dem Engelsschwert vom Einfluss von Clarys bösen Bruder Sebastian befreit wurde, manifestieren sich Aufregung und Emotionen bei ihm als starke Hitze in seinem Körper. Das himmlische Feuer scheint sein Blut nicht verlassen zu wollen. Clary frustriert dies, da sie Jace wieder einmal nicht Nahe sein kann. Sebastian nutzt unterdessen die Macht seines Kelches, um die Institute der Shadowhunter zu überfallen und immer mehr von ihnen in willenlose Marionetten zu verwandeln. Innerhalb von nur zwei Tagen hat er weltweit fast alle Institute ausgelöscht und seine Armee vergrößert. Das Konklave beschließt eine sofortige Evakuierung und so müssen Clary, Jace und ihre Familien durch ein Portal nach Alicante reisen. Mit der Hauptstadt der Shadowhunter kann Clary jedoch nur traurige Erinnerungen von Verrat, Tod und Krieg verbinden und auch hier sind sie vor Sebastian und seinen Angriffen nicht geschützt. Das Konklave unterschätzt ihn maßlos und viele Shadowhunter müssen sterben. Insbesondere scheint er es auf Clary und Jace abgesehen zu haben und unternimmt mehrere Versuche, sie ihn seine Fänge zu bekommen.

Simon bleibt in New York zurück, wo er von anderen Vampiren angegriffen wird. Maureen, seine ehemalige Stalkerin, hat sich zur Anführerin der ortsansässigen Vampire erhoben und ihn gefangen nehmen lassen. Nun hält sie Simon wie eine Puppe verkleidet in einem Käfig. Seine einzige Hoffnung ist Raphael, der eigentlich geschworen hat, Simon zu töten. Maureens rechte Hand will den Umsturz, da ihre Fahrlässigkeit beim Töten von Menschen das Ende aller Vampire in New York bedeuten könnte. Raphael befreit Simon und zusammen reisen sie nach Alicante, um die Hilfe des Konklaves gegen Maureen zu erbitten. Doch Sebastian hat vor einen Keil zwischen die Shadowhunter und ihre Alliierten zu treiben und Raphael gehört zu den Repräsentanten, die spurlos verschwinden. Zu den Opfern zählen auch Clarys Mutter, ihr Verlobter Luke und Magnus Bane.

City of Heavenly Fire / City of Heavenly Fire besitzt viele Handlungsstränge und Nebenfiguren zu deren Perspektiven immer wieder gewechselt wird. So zieht sich das Ende nach einer Weile doch sehr in die Länge. Da jedoch die Spannung kaum nachlässt, ist dies gut zu verschmerzen. Die meisten Charaktere schaffen es in diesem Band ihre Beziehungen aufzuarbeiten und glücklich zu werden oder zumindest oder zumindest mit Hoffnung in die Zukunft zu blicken. Emotionen und moralische Entscheidungen sind die zentralen Themen des Buches. Die jugendlichen Helden müssen erkennen, dass es oft keinen Weg gibt, der alle Probleme löst und dass gut nicht immer gut und böse nicht immer böse ist.

Mit City of Heavenly Fire / City of Heavenly Fire beendet Cassandra Clare ihre Mortal Instruments / Chroniken der Unterwelt-Reihe. Sie hatte im Vorfeld angekündigt, dass mit dem letzten Band alle Handlungsstränge zu Ende geführt werden. Für die Hauptcharaktere stimmt dies, doch hat sie im Buch einige neue junge Shadowhunter eingeführt, deren Geschichten erst begonnen wurden. Es wirkt so, als sollten diese noch an anderer Stelle fortgeführt werden. Nachdem die Verfilmung des ersten Bands der Reihe nicht so erfolgreich war, soll sie 2015 wohl als TV-Serie neu verfilmt werden.

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Cover Wings englisch

Masklin, Gurder und Angalo haben inzwischen den Flughafen erreicht und müssen feststellen, dass es viel mehr Menschen in der Welt gibt, als sie bisher angenommen haben. Noch dazu sehen sie sich alle sehr ähnlich. Es ist fast unmöglich den richtigen zu finden. Das Ding hilft ihnen dabei, zumindest den Weg in das richtige Flugzeug nach Florida zu finden. Dort angekommen wollen sie es rechtzeitig zum Start eines Kommunikationssatelliten schaffen, um Das Ding mit an Bord zu schmuggeln. Es soll vom Weltraum aus das Raumschiff rufen, das die Nomen vor mehreren zehntausend Jahren auf die Erde gebracht hat. An Bord des Flugzeugs fühlen sich Gurder und Angalo gleich heimisch. Wie im Laden, in dem sie aufgewachsen sind, gibt es hier Teppich, eine Klimaanlage und elektrisches Licht. Nur an Essen ist nicht so leicht heranzukommen. In ihrer Verzweiflung beschließen sie eine Stewardess zu erschrecken. Als wäre das noch nicht Aufmerksamkeit genug, kann Angalo nicht an sich halten und schleicht sich ins Cockpit, wo er entdeckt wird. Erneut muss ihnen Das Ding aus der Patsche helfen.

In Florida angekommen sehen sie sich einer gefährlichen und unbekannten Wildnis gegenüber. Irgendwie müssen sie die 18 Kilometer lange Strecke bis zur Startrampe in wenigen Stunden zurücklegen. Für die kleinen Nomen eine unüberwindbare Aufgabe. Doch dann bemerken die Drei plötzlich, dass sie an ihrem Lagerplatz im Glas umzingelt wurden. Wie sich herausstellt, gibt es nicht nur mehr Menschen, sondern auch mehr Nomen auf der Welt. Glücklicherweise kann Das Ding die Fremden einigermaßen verstehen und es scheint so, als könnten sie ihnen helfen, rechtzeitig die Startrampe zu erreichen.

In Wings / Flügel wird die Geschichte von Masklins Gruppe und ihrer Reise nach Florida erzählt, während der Vorgängerband Diggers / Wühler behandelt, was zeitgleich mit den Nomen im Steinbruch geschieht. Wer Wings / Flügel liest, sollte daher auf jeden Fall vorher Diggers / Wühler lesen. Das Finale der Nome Trilogy / Die Nomen Trilogie enttäuscht nicht. Neben einer spannenden und unterhaltsamen Abenteuergeschichte für junge Leser baut das Buch die Behandlung der moralischen Themen, die bereits in den ersten beiden Bänden zur Sprache kamen, weiter aus.

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Cover Diggers englisch

Die Nomen gewöhnen sich gerade an ihr neues Leben im Steinbruch, als erneut Menschen in ihrem Leben auftauchen. Der Steinbruch soll wieder geöffnet werden. Erstmal ist da nur ein Mann, der einen Zettel ans Tor klebt, doch alle wissen, dass bald mehr kommen werden. Masklin ist es leid, dass die Nomen immer wieder von einer Niesche in die nächste ziehen und sich verstecken müssen. Da er inzwischen weiß, dass sie von einem anderen Planeten stammen und ein Raumschiff in Erdnähe noch immer auf ihre Rückkehr wartet, beschließt er, dass nun die Zeit gekommen ist, das Schiff zu rufen. Zusammen mit den anderen Anführern der Gemeinschaft, Gurder und Angalo, macht er sich auf nach Florida, um einem Raketenstart beizuwohnen. Unterdessen geht es jedoch im Steinbruch drunter und drüber.

Die Menschen kehren zurück und Nisodemus nutzt die Panik der Nomen, um die Macht zu ergreifen. Hilflos müssen Dorcas und Grimma zusehen, wie er den Leuten einredet, sie könnten den Laden, aus dem sie geflohen sind, zurückbringen, indem sie Schilder aufstellen. Auf die gleiche Art möchte er die Menschen vom Steinbruch fernhalten, doch diese lassen sich von den selbstgemalten Nomenschildern nicht abhalten und kommen in immer größerer Anzahl daher. Ein plötzlicher Wintereinbruch macht den Nomen zusätzlich zu schaffen. Der erste menschliche Aufräumtrupp hat fast ihre gesamten Vorräte gefunden und entsorgt.

In Diggers / Wühler wird die Geschichte der Nomen im Steinbruch erzählt, während der Nachfolgeband Wings / Flügel behandelt, was zeitgleich mit Masklins Gruppe geschieht. Wer Diggers / Wühler liest, sollte daher auf jeden Fall auch Wings / Flügel lesen. Terry Pratchett macht dort weiter, wo er in Truckers / Trucker aufgehört hat. Erneut regt sein Buch den jungen Leser zum selbstständigen Nachdenken an. Im Vordergrund steht diesmal auch der Forschungsdrang und der Gedanke, dass es außerhalb des Bekannten immer noch mehr zu entdecken gibt und man nicht einfach verharren oder gar zurückgehen sollte.

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