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Cover The Tyrant's Tomb englisch

Der in einen Menschen verwandelte Gott Apollo und seine Gefährtin Meg McCaffrey versuchen die Leiche von Jason Grace zurück nach Camp Jupiter zu bringen, als sie kurz vor ihrem Ziel von Ghulen angegriffen werden. Glücklicherweise überrascht ihr Kampf die römische Halbgöttin Lavinia, die den beiden zur Hilfe eilt. Zusammen retten sie sich in Richtung des Camps, wo sie auf Lavinias Vorgesetzte Hazel Levesque treffen. Aufgrund der Verwundungen, die er sich im Kampf zugezogen hat, muss sich Apollo erst einmal erholen. Doch sein Schlaf wird von düsteren Visionen gestört. Er sieht, wie die beiden Kaiser, mit denen er und Meg sich bereits herumschlagen mussten, mit ihren zusammengelegten Armeen auf Camp Jupiter zufahren und erfährt, dass sie in wenigen Tagen eintreffen werden. Als er wieder aufwacht, muss Apollo feststellen, dass seine Wunde von den römischen Medizinern nicht geheilt werden konnte und er sich nun langsam in einen Zombie verwandelt.

Das Camp ist selbst befindet sich in einem schlechten Zustand. Kurz vor Apollos Ankunft wurde es von Untoten angegriffen und musste sehr schwere Verluste erleiden. Auch der mysteriöse Herrscher über die Untoten erscheint Apollo in seiner Vision und plant das Camp zeitgleich mit den Kaisern anzugreifen, wenn seine Macht am größten ist. Apollo muss sich seinem Schicksal stellen und seine Feinde suchen, bevor sie zu ihm kommen können. Begleitet wird er dabei von Meg und Lavinia.

In The Tyrant's Tomb / Die Gruft des Tyrannen muss sich Apollo mit weiteren Fehlern aus seiner göttlichen Vergangenheit auseinandersetzen. Die Erkenntnisse, die er dabei gewinnt, lassen ihn immer menschlicher werden und gleichzeitig seine göttlichen Kräfte ein wenig zurückkehren. Es ist schön zu beobachten, wie Apollo zunehmend sympathischer wird. Erneut ist es Rick Riordan gelungen, in der spannenden und dramatischen Geschichte einiges an Humor unterzubringen.

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Cover Caliban's War englisch

Gunnery Sergeant Roberta Draper, Bobby, vom Martian Marine Corp ist derzeit auf Jupiters größtem Mond Ganymed damit beschäftigt, Gewächshäuser zu bewachen. Ihre ehemaligen Verbündeten von den UN Truppen der Erde sind seit den Vorfällen auf Eros nun ihre potentiellen Feinde, doch noch herrscht nur ein kalter Krieg. Dies ändert sich, als Bobby mit ihrer Gruppe zur Basis zurückkehrt. Eine kleine Einheit der UN Truppen stürmt gerade auf sie zu und jegliche Kommunikation ist ausgefallen. Erst im letzten Moment bemerken die marsianischen Soldaten, dass die UN Truppen nicht auf sie zu, sondern vor etwas wegrennen. Ein humanoides Monster ohne Raumanzug verfolgt die Soldaten und reißt sie ohne sichtbare Kraftanstrengung in Stücke. Kugeln gehen einfach durch das Monster hindurch und nichts scheint es aufhalten zu können. Als wäre das noch nicht schlimm genug, führen die Feuergefechte auf dem Mond dazu, dass sich die Armeen von Mars und Erde auch im Weltraum bekriegen.

Der Biologe Prax Meng, der auf Ganymed neue Arten von Sojabohnen züchtet, muss sein Gewächshaus fluchtartig verlassen, als die Gefechte im All einen der Sonnenspiegel, der seine Pflanzen mit dem lebensnotwendigen Licht versorgt, von einem Treffer aus seiner Umlaufbahn geschleudert wird und auf das Biodome herabstürzt. In den Gängen unter der Eisoberfläche des Trabanten versucht er nun seine Tochter zu finden. Mühsam schlägt er sich durch die Ebenen der Forschungseinrichtung durch, in der inzwischen ebenfalls der bewaffnete Konflikt tobt. Als er endlich den Kindergarten erreicht, teilt ihm die panische Angestellte mit, dass seine Tochter bereits Stunden zuvor von ihrer Mutter und einem Arzt abgeholt wurde. Prax kann das nicht begreifen. Seine von ihm geschiedene Frau lebt auf einem anderen Himmelskörper und kann es nicht gewesen sein. In den nächsten Tagen stellt sich heraus, dass nicht nur sein Kind verschwunden ist, doch niemand kann oder will ihm bei seiner verzweifelten Suche weiterhelfen.

Kapitän Jim Holden wird mit seiner Crew von der OPA undercover nach Ganymed geschickt, um der Ursache für die plötzlichen Kämpfe zwischen Erde und Mars auf den Grund zu gehen. Vor Ort trifft er auf viele hungernde Flüchtlinge und auf Prax Meng, der ihn erkennt und um Hilfe bittet. Jim päppelt den schwachen Mann auf und hilft ihm bei der Suche nach seiner Tochter.

Auf der Erde beobachtet man die Situation auf Ganymed ganz genau, aber auch die Venus bereitet den Politikern, allen voran Chrisjen Avasarala, Sorgen. Seit der außerirdische Supervirus dort abgestürzt ist, verändert sich die Planetenoberfläche unentwegt. In dem Moment als das Monster auf Ganymed angriff, konnten die Wissenschaftler auf der Venus ebenfalls eine Reaktion beobachten. Jetzt ist man auf der Suche nach den Verantwortlichen und beginnt erste Schlichtungsgespräche mit den Marsianern.

Die Geschichte von Caliban's War / Calibans Krieg wird abwechselnd aus der Perspektive der vier Charaktere Bobby, Prax, Holden und Avasarala erzählt. Jeder von ihnen hat eine eigene Art zu denken, die den Leser immer tiefer in die individuelle Vergangenheit der Erzähler führt. Prax beispielsweise bemerkt immer zuerst die Pflanzen in seiner Umgebung und nebenbei analysiert biologische Vorgänge. Holden hingegen hat die Begegnung mit Miller im vorherigen Band nachhaltig geprägt. Einige Wesenszüge des Ermittlers sind auf den Kapitän übergegangen und er versucht sich wieder von diesen zu distanzieren.

Wie schon der erste Band der Reihe erzählt Caliban's War / Calibans Krieg eine äußerst spannende Geschichte und vermischt dabei erneut die Genres. Im Vordergrund steht dabei vor allem die menschliche Perspektive. Während Leviathan Wakes / Leviathan erwacht eher ein Noir-Mystery war, spielt in Caliban's War / Calibans Krieg die Politik eine viel größere Rolle.

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Tea'd Off

25.09.2019
Rezensionsexemplar
Cover Tea'd Off englisch

Es sind nur noch wenige Tage bis Katie Bonner, die Managerin der Artisans Alley, ihr eigenes Teegeschäft, Tealicious, eröffnen wird. Nona Fiske, die Katie auf den Tod nicht ausstehen kann, versucht in letzter Minute noch Katie die Eröffnung zu verderben. Sie zieht von Geschäft zu Geschäft und verbreitet schlimme Gerüchte über ihre Konkurrentin. Vor allem versucht sie den anderen Händlern einzureden, dass Katie ihre Versprechen nicht einhalten wird, deren Waren in ihrem Teegeschäft mit anzubieten. Doch so leicht fallen die Händler nicht auf Nona herein. Wenige Augenblicke nach Nonas Besuchen klingeln bei Katie die Telefone. Diese beschließt, dass sie dringend etwas gegen die verbitterte Frau unternehmen muss, doch auf ihr Niveau will sie sich dabei nicht herabbegeben. Stattdessen versucht sie es auf die freundliche Art und lädt Nona zur Eröffnung ein.

Die Kurzgeschichte Tea'd Off spielt zwischen den Romanen Yule be Dead und Murder Ink. Die Erzählperspektive beginnt mit Nona und wechselt dann zu Katie. Das erzeugt einen interessanten Kontrast. Die anfangs verbitterte Perspektive wird von den Reaktionen der Katie freundlich gegenüber eingestellten Ladenbesitzer aufgelockert. Die Geschichte lässt erhoffen, dass es in Katies Leben in Zukunft etwas weniger unfreundlich zugehen wird.

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Cover Leviathan Wakes englisch

Dank eines Fusionsantriebs gelang es der Menschheit das Sonnensystem zu erobern. Inzwischen leben Hunderte von Millionen von Menschen auf den Planeten, Monden und Asteroiden, die die Sonne umkreisen. Jim Holden ist erster Offizier auf dem Transportraumschiff Canterbury, das Eisberge aus den Saturnringen in den Asteroidengürtel zieht, um die Leute dort mit Wasser zu versorgen. Ihr aktueller Flug wird jedoch von einem Notruf unterbrochen. So etwas darf man im Weltraum nicht ignorieren und sie sind das einzige Schiff in der Nähe. Widerwillig bremst der Kapitän ab, um der Scopuli zur Hilfe zu kommen. Jim und eine kleine Entermannschaft nehmen für die letzten Kilometer das Beiboot und finden die Hülle der Scopuli aufgesprengt. Im Inneren treffen sie auf keine Besatzungsmitglieder. Nur der Notruf sendet einsam sein Signal aus. Als sie ihn öffnen, finden sie im Inneren einen Peilsender. Nun begreifen sie endlich, dass sie in eine Falle getappt sind. Doch da ist es bereits zu spät. Die Canterbury wird von einem unbekannten, getarnten Schiff angegriffen und vollständig zerstört, während Holden und die anderen vom Beiboot aus hilflos mit zusehen müssen.

Miller arbeitet als Ermittler für die Sicherheit auf dem Zwergplaneten Ceres zwischen Mars und Jupiter. Als ihn seine Vorgesetzte in ihr Büro ruft, ahnt er nichts Gutes. Miller wird mit einem Privatauftrag einer Investorenfamilie betreut. Er soll Julie, die Tochter der Familie, die ihr Luxusleben hinter sich gelassen hat und in den Asteroidengürtel gezogen ist, finden und zur Erde zurückschicken. Das Kidnapping einer erwachsenen Frau stößt ihm zwar sauer auf, wehren kann er sich gegen diesen Auftrag jedoch nicht. Miller kommt jedoch erst gar nicht dazu, mit der Suche nach Julie zu beginnen, denn eine öffentlich gesendete Nachricht von Holden trifft auf Ceres ein. Er berichtet darin von der Zerstörung der Canterbury und den Spuren, die er auf der Scopuli gefunden hat. Dies eskaliert die Stimmung auf der Station und führt zu Unruhen gegen Menschen, die auf den inneren Planeten geboren wurden. Miller und seine Kollegen müssen diese erst eindämmen, bevor er sich seinem Sonderauftrag widmen kann. Als er endlich dazu kommt, findet er in Julies Wohneinheit eine Nachricht ihrer Familie, die Konflikte zwischen Planeten- und Asteroidenbewohnern vorhersagt und das Wochen, bevor die Canterbury zerstört wurde. Miller wittert eine große Sache, in die er da hineingestolpert ist.

Die Perspektive in Leviathan Wakes / Leviathan erwacht wechselt mit den Kapiteln immer zwischen Holden und Miller hin und her. Die beiden Männer sind einerseits sehr unterschiedlich, was ihre Einstellung der Menschheit und der Freiheit von Informationen angeht und sich andererseits auch sehr ähnlich, was ihre Passion und Sturheit angeht. Im Roman werden die Protagonisten mit vielen moralischen Grauzonen konfrontiert und müssen ihren eigenen Weg finden. Daniel James Abraham und Ty Franck verbinden in ihrem Werk Aspekte von Space Opera, Politik-Thriller, Horror und Noir-Mystery zu einer fesselnden Mischung. Laut dem Interview am Ende des Buches, haben sie sich beim Handlungsrahmen gezielt für die seltener in der Science Fiction zum Thema genommenen Zeit zwischen der nahen Zukunft und der fernen Zukunft, wenn die Menschheit bereits zwischen den Sternen reist, entschieden. Der Roman zeigt daher, wie die Menschen mit ihren aktuell vorherrschenden Verhaltensweisen, ihrer Gier und schnellen Bereitschaft zum kriegerischen Konflikt, in unser Sonnensystem aufbricht und die Probleme dabei auf neue Größenordnungen skalieren.

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Cover Remembrance of the Daleks englisch

Der siebte Doctor und seine Begleiterin Ace bemerken im Jahr 1963 in London einen Lieferwagen mit Überwachungsequipment, der ihre Aufmerksamkeit erregt. Kaum hat der Doctor sich eingemischt, finden sich die beiden auch schon in einem Feuergefecht zwischen der Armee und einem Dalek wieder. Die Waffen der Soldaten können gegen den Außerirdischen nichts ausrichten. Glücklicherweise würde Ace nie ohne ihren Sprengstoff auf der Zukunft die T.A.R.D.I.S. verlassen. Todesmutig stellt sich der Doctor dem Dalek entgegen und lockt ihn so in eine Falle.

Das war jedoch erst der Anfang. Der Doctor und Ace kehren zu der Stelle zurück, an der sie zuerst den Überwachungswagen beobachtet haben. Aus der gegenüberliegenden Schule kommen extraterrestrische Signale und der Doctor möchte der Sache auf den Grund gehen. Im Keller der Schule stoßen die beiden auf einen Transporter mit dessen Hilfe sich gerade ein weiterer Dalek auf die Erde beamen will. Im letzten Moment gelingt es dem Doctor den Transporter zu deaktivieren. Doch das sollte nicht der letzte Dalek gewesen sein, denn immer mehr der außerirdischen Tötungsmaschinen versammeln sich zu einer Schlacht in London.

Ben Aaronovitch schrieb schon das Drehbuch für die gleichnamige Doctor Who-Folge Remembrance of the Daleks. Später wurde er gebeten, das Drehbuch als Roman zu adaptieren. Dabei handelt es sich um seinen ersten Prosatext, was man ihm leider anmerkt. Der Schreibstil ist noch recht unbeholfen und die Szenen teilweise unübersichtlich. Wie er im Jahre später ergänzten Vorwort erklärt, sind Drehbücher und Romane doch zwei völlig verschiedene Dingen und was im einen einfach funktioniert, funktioniert im anderen dafür nicht.

Dennoch gelingt es Ben Aaronovitch insbesondere den Charakter des Doctors sehr gut einzufangen und neben einigen Witzen auch zusätzliche Informationen in die Handlung einfließen zu lassen, die diese verständlicher machen als den TV-Vierteiler von 1988.

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