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Cover The Terranauts englisch

Dawn Chapman ist eine der letzten sechzehn Teilnehmer in der Vorauswahl für das zweite Biosphärenprojekt des Visionärs Jeremiah Reed. Der erste Versuch völliger Autonomie misslang, da zwischenzeitlich die Luftschleuse geöffnet werden musste. Dawn und die anderen hoffnungsvollen Kandidaten haben die letzten Jahre miteinander trainiert und dabei ihr Können und ihre Teamfähigkeiten unter Beweis gestellt. Jetzt, einen Monat vor Start des Projekts, ist endlich der Tag der Entscheidung gekommen an dem nach einem finalen Interview die acht Namen der Männer und Frauen bekannt gegeben werden, die sich für zwei Jahre zusammen in die abgeschlossene Biosphäre begeben werden und die bisherige Crew ablösen.

Dawn ist eine der Auserwählten, leider bedeutet das für ihre Freundin Linda Ryu jedoch, dass sie es nicht ins Team geschafft hat. Bei den Feierlichkeiten für die bevorstehende Eröffnung der Biosphäre macht Linda ihren Frust immer wieder deutlich, während Dawn nun auf einer Wolke schwebt.

Linda wechselt in die Kommandozentrale und beobachtet das Experiment von nun an aus jedem Blickwinkel mit Hilfe einer Vielzahl von in der Biosphäre verteilten Kameras. Die Projektverantwortlichen sind nicht nur an den Veränderungen von Flora und Fauna interessiert, sondern viel mehr daran, was die acht Teilnehmer für ein Verhalten an den Tag legen. Für Linda bedeutet das, dass sie zur Spionin der Geschäftsführung wird.

Mit der Zeit rütteln immer größere Krisen am Sozialgefüge in der Biosphäre und sorgen für Spannungen zwischen den Terranauten. Das bekommt auch Ramsay Roothoorp zu spüren, der innerhalb der Crew für die Pressearbeit zuständig ist und sein ganzes Herzblut in das Projekt steckt. Für ihn hat sich die Luftschleuse erst nach genau zwei Jahren wieder zu öffnen. Komme was wolle. Auch wenn dabei sein Leben oder das seiner Kameraden auf dem Spiel stehen sollte.

Die Geschichte von The Terranauts / Die Terranauten wird als Rückblick aus den drei verschiedenen Perspektiven von Dawn, Linda und Ramsay erzählt. Dabei deuten sie alle immer wieder an, dass am Ende etwas schiefgelaufen ist, über das die Presse schon ausführlich berichtet hat und worüber die Leser ihrer Berichte in ihrer Welt bereits Bescheid wissen. Ihre Texte sollen nun teils rechtfertigende Klarstellungen sein, wie es aus ihrer Perspektive damals wirklich zu dem bekannten Ende gekommen ist.

Die drei Erzähler sind sehr unterschiedliche Menschen und werden von den Ereignissen unterschiedlich betroffen. T. C. Boyle gelingt es dabei, das menschliche Wesen realistisch widerzuspiegeln. Die Geschichte ist durchweg interessant, aber über lange Strecken nicht übermäßig spannend. Erst gegen Ende, wenn die Entscheidungen der Protagonisten immer überraschender ausfallen, wird es fesselnd. Das Ende des Buches empfand ich dann jedoch als eher enttäuschend offen.

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Cover Indiana Jones und das verschwundene Volk deutsch

Professor Jones und sein Kollege Professor Petryk sind auf Arbeitsbesuch in Chicago, als sie von Gangstern entführt werden. Deren Boss Malone hat es auf Petryks neue Erfindung abgesehen, mit der sich das Alter von Gegenständen genau bestimmen lässt. Um zu demonstrieren, wie ernst er es meint, nutzt er das Leben von Indiana Jones als Druckmittel. Durch viel Glück gelingt es Indy sich trotz Zementstiefeln zu befreien und mit Petryk den Gangstern kurzzeitig zu entkommen. Doch diese lassen nicht locker und fangen die beiden an ihrem Hotel erneut ab. Hier kommen den beiden Wissenschaftlern unerwartet der Junge Zacharias und sein Hund Killer zur Hilfe.

Der Vater von Zacharias wurde in Utah entführt und der Junge hofft, dass ihm Indiana Jones helfen kann, ein indianisches Artefakt zu verkaufen, um an das Lösegeld zu gelangen. Indiana hat allerdings große Zweifel daran, dass die kleine Tonscheibe viel wert ist. Schon bald tauchen Malone und seine Männer wieder auf und der Gruppe bleibt nur die Möglichkeit ihnen mit einem Heißluftballon zu entkommen. Dieser trägt sie in Richtung Utah, wo sie jedoch erneut auf Malone treffen, der ihnen ein Flugzeug auf den Hals hetzt, um sie abzuschießen.

Es dauert leider lange, bis man erfährt, worum es in Indiana Jones und das verschwundene Volk überhaupt geht und welchem verlorenem Geheimnis Indiana Jones in diesem Buch auf die Spur kommen könnte. Manche, sich wiederholende Formulierungen werden nach einer Weile sehr störend. Insbesondere, wenn Indiana Jones etwas nicht glauben kann oder will, obgleich er weiß, dass dem so ist und er es gerade zum wiederholten Male bezeugt. Es gibt viele Feuergefechte im Buch, bei denen auf betont wundersame Weise nie jemand stirbt. Auch die im Roman verwendeten Geldbeträge wirken schon so danebengegriffen, dass man beim Lesen rausgerissen wird. Eine kurze Recherche hat gezeigt, dass Indiana Jones mit dem heutigen Wert von über 15.000 Dollar herumreist, aber angeblich schlecht verdient und seine mageren Reserven durch die Flucht schnell aufgebraucht sind. Wolfgang Hohlbein versucht in seinem Roman eine Brücke zum Film Indiana Jones and the Last Crusade / Indiana Jones und Der letzte Kreuzzug (Amazon Partnerlink) zu schlagen. Allerdings vermischt er einige Figuren und ändert die Namen. Die Idee an sich ist jedoch nett. Zwar ist Indiana Jones und das verschwundene Volk kein besonders guter Indiana Jones-Roman, aber schon ein wenig besser als die vorherigen Bücher von Wolfgang Hohlbein.

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Cover Against All Gods englisch

Elliot ist verzweifelt, nach dem Tod seiner Mutter Josie sieht er nur noch einen Ausweg: Er muss dem Todesdämon Thanatos die vier Chaossteine aushändigen, damit dieser die Seele von Josie aus der Unterwelt entlässt. Damit er das tun kann, muss er jedoch zuerst noch den Feuerstein in die Finger bekommen, doch der versteckt sich in den nicht auslöschbaren Flammen eines Flusses in der Unterwelt. Wenn man wahren Mut zeigt, kann einem das Feuer angeblich nichts anhaben.

Virgo versucht unterdessen Elliot noch rechtzeitig aufzuhalten, denn wenn Thanatos die Chaossteine in seinen Besitz bringt, bedeutet das das Ende der Welt. Als sie ihn endlich findet, benutzt Thanatos sie jedoch als Druckmittel. Damit Virgo nichts passiert, stürzt sich Elliot daraufhin ohne zu zögern in den brennenden Fluss und taucht wenig später mit dem Feuerstein wieder auf. Als der Dämon endlich die vier Steine in den Händen hält, verrät er Elliot seine Pläne. Zuerst befreit er seine Dämonenarmee, dann zieht er in den Krieg gegen die Götter und nebenbei lässt er mit Hilfe der Chaossteine Naturkatastrophen auf der gesamten Erde ausbrechen. Nachdem er Elliot alles gezeigt hat, erhält dieser endlich die Seele seiner Mutter zurück und bekommt den Weg zurück gezeigt. Wie Orpheus darf er sich jedoch nicht umdrehen, bis er die Erdoberfläche erreicht hat

Elliot glaubt, er sei endlich am Ziel seiner Abenteuer angelangt, doch dann muss er feststellen, dass Jodie gar nicht ins Leben zurückkehren möchte. Sie wäre wieder in ihrem kranken Körper gefangen und würde ihren Sohn weiter seiner Kindheit berauben. Elliot muss nun die schwerste Entscheidung seines Lebens treffen.

Against All Gods ist der fulminante Abschluss der Who let the Gods out / Die Chaos-Götter-Bücher. Der Schreibstil von Maz Evans ist weiterhin sehr emotional und gewürzt mit einigen ordentlichen Prisen Humor. Die beiden jungen Hauptcharaktere entwickeln sich im Laufe der Geschichte zu wahren Helden und lernen dabei viel über das Leben und die Freundschaft.

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Cover Blutbuche deutsch

Emma Carrow von der analytischen Fallanalyse des LKAs in Berlin wird ins Büro des Polizeipräsidenten bestellt. Zunächst befürchtet sie, dass die Aufforderung etwas mit ihrem Auftritt in einer TV-Talkshow zu tun haben würde. Doch dann wird sie mit einer neuen Analyse beauftragt. Die polnische Polizei hat drei Briefe erhalten. Angeblich wurden deutsche Frauen in Polen entführt, werden seit Wochen festgehalten und vergewaltigt. Der Entführer hat sie die Briefe schreiben lassen und sie selber an die Polizei geschickt. Bisher hat die polnische Polizei die Sache nicht sehr ernst genommen und auch die deutsche Polizei geht davon aus, dass hier nur jemand Panik verbreiten möchte. In wenigen Tagen will jedoch der Vertriebenenverband mit den Briefen an die Öffentlichkeit gehen und sie zur Stimmungsmache gegen den Staat benutzen. Bis dahin soll Emma die Briefe untersuchen, ein Profil erstellen und einen Bericht veröffentlichen, der aussagen soll, dass es äußerst unwahrscheinlich ist, dass ein echter Täter mit so einem Profil existiert.

Auch das Team der analytischen Fallanalyse ist der Meinung, dass es sich bei den Briefen um einen Streich handelt und Emma schreibt zunächst davon beruhigt ihr Gutachten. Doch dann kommen ihr plötzlich Zweifel. Es besteht die Möglichkeit, dass sich hinter den Briefen ein Profi verbirgt, der etwas beabsichtigt, dass für sie noch nicht offensichtlich ist. Als sie ihr Gutachten zurückziehen will, lädt sie ihre polnische Kollegin Kaja ein, in Görlitz einen Verdächtigen zu verhören. Der Mann ist verrückt und hat schon tausende von Drohbriefen verfasst, die die Polizei gerade mühsam sichtet. Er hat die Tat auch schon gestanden, aber nach einem kurzen Gespräch ist sich Emma sicher, dass dieser Mann nichts mit den drei Briefen zu tun hat, die sie zur Analyse erhalten hat.

Am Morgen nach der Pressekonferenz, bei der Emma ihr Gutachten präsentiert hat, wird sie von einem Mitarbeiter des Auswärtigen Amtes aus dem Bett geklingelt und bedroht. Sie habe gefälligst kein Wort darüber zu verlieren, dass das Analyseergebnis in der veröffentlichten Form vorgegeben war. Emma weiß gar nicht, was überhaupt los ist. Erst im LKA erfährt sie dann, dass die abgetrennten Köpfe von fünf Frauen in Polen gefunden wurden und die DNA von einem der Köpfe zu der passt, die auf den Briefen gefunden wurde. Der Fall liegt offiziell bei der polnischen Polizei und Kaja leitet weiter die Ermittlung. Doch da das Opfer in Berlin gelebt hat, kann Emma nicht lockerlassen und geht auf eigene Faust auf Spurensuche in der deutschen Hauptstadt. Dabei werden ihr immer wieder vom Polizeipräsidenten und dem Auswärtigen Amt Steine in den Weg gelegt. Davon lässt sich Emma nicht aufhalten. Sie will wissen, was der Täter für ein Spiel spielt.

Blutbuche ist äußerst faszinierend und spannend geschrieben. Emma ist bei weitem nicht mehr so unerträglich selbstzerstörerisch, wie im ersten Band. Auch ihre Gewaltfantasien kommen nicht mehr vor. Leider hat sie immer noch die Tendenz sich, ohne jemanden vorher darüber zu informieren, in hochgefährliche Situationen zu begeben. Recht geschickt gelingt es dem Autorenpaar immer wieder Hinweise auf die beiden Hauptverdächtigen einzustreuen, so dass man sich als Leser nie sicher sein kann, wer nun der Täter ist.

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Cover Indiana Jones und das Schwert des Dschingis Khan deutsch

Bei einem Empfang in der russischen Botschaft in Washington wird Indiana Jones von Kommissarin Tamara Jaglova angesprochen. Sie möchte Indy für eine archäologische Expedition anwerben. Doch bevor das Gespräch richtig beginnen kann, stürmen Truppen in die Botschaft. Es hat eine Bombendrohung gegen Tamara gegeben und tatsächlich findet sich in dem Raum, in dem sich Indy und Tamara unterhalten ein versteckter Sprengsatz. Die Bombe explodiert nur Momente nachdem Jones sie aus dem Fenster geworfen hat. Jemanden scheint jedes Mittel recht zu sein, um die Expedition zu verhindern und nun erfährt Indy auch endlich deren Ziel: Das Schwert von Dschingis Khan wurde angeblich ausgegraben.

Der Legende nach soll der Träger des Schwertes Dschingis Khans altes Reich erneut beherrschen. Auch wenn das Schwert selbst über keine besonderen Kräfte verfügen sollte, so glauben doch genug Menschen daran, um einen verheerenden Volksaufstand auszulösen. Da die Sowjetunion im Westen noch in den Krieg mit Deutschland verwickelt ist, würde ein Angriff aus dem Osten zu einer Katastrophe führen.

Noch in Washington werden Tamara und Indy von einer Gruppe Mongolen attackiert. Jemand muss sie verraten haben. Tamara kann ihren eigenen Männern nicht mehr trauen und Jones wird von der amerikanischen Regierung aufgefordert, den Auftrag unter keinen Umständen anzunehmen. Die beiden Forscher erwarten daher, dass man sie in den russischen Häfen an der Westküste bereits erwartet, um sie zu verhaften oder zu beschatten. Daher entschließt sich Indy ein Risiko einzugehen und ein Schiff nach Hongkong zu nehmen, um von dort weiter nach Norden zu reisen, wo das Grabmal von Dschingis Khan vermutet wird. Doch auch in China scheint man von seiner Mission schon zu wissen und greift ihn erneut an.

In Indiana Jones und das Schwert des Dschingis Khan verbringt Indiana Jones eine ungewöhnliche lange Zeit mit seinem Gegenspieler, so dass die unterschiedlichen Weltanschauungen der beiden Männer besonders deutlich werden. Für einen Indiana Jones-Roman von Wolfgang Hohlbein ist Indiana Jones und das Schwert des Dschingis Khan durchaus gelungen. Lediglich die Wiederholung mancher Formulierungen und einige bis zum Schluss nicht aufgeklärte Handlungspunkte trüben das Lesevergnügen ein wenig.

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