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Cover A Blink of the Screen englisch

A Blink of the Screen enthält eine Sammlung von Kurzgeschichten und Zeitungsartikeln, die Terry Pratchett veröffentlicht hat. Es wurden bereits zwei ähnliche Sammlungen veröffentlicht. 2004 verlegte NESFA Press zur World Science Fiction Convention in geringer Auflage Once More With Footnotes * und 2007 erschien in Deutschland mit Der ganze Wahnsinn * eine deutsche Sammlung, deren Inhalt fast mit Once More With Footnotes * übereinstimmt. A Blink of the Screen enthält zudem eher seltene oder nie verwendete Bilder des Künstlers Josh Kirby, die sich teilweise mit denen in Der ganze Wahnsinn * überschneiden, eine von Terry Pratchett gezeichnete Weihnachtskarte zum Buch The Carpet People / Die Teppichvölker * und die von Paul Kidby gezeichneten Fußballspieler aus Unseen Academicals / Der Club der unsichtbaren Gelehrten.

Das Buch ist in keinster Weise vollständig. Es sind alle bekannten Kurzgeschichten enthalten, bis auf Night Dwellers / Geschöpfe der Nacht. Diese erschien bisher lediglich einmal 1965 in der Zeitschrift New Worlds und einmal 1990 in deutscher Übersetzung in der Zeitschrift Alien Contact. Dafür enthält das Buch mit History in the Faking erstmalig eine Kurzgeschichte die bisher nur 1990 in einer englischen Tageszeitung erschienen ist. Während Once More With Footnotes * viele Reden und Vorworte enthält, die Terry Pratchett gehalten und geschrieben hat, wurden für A Blink of the Screen einige seiner humorvollen Zeitungsartikel hervorgekramt. Dazu kommen sehr kurze, meist nur ein bis zwei Seiten lange, Geschichten für Kinderbücher, die so bisher noch nicht wieder aufgetaucht sind. Überraschend finden sich in A Blink of the Screen auch zwei längere Geschichten, die die Vorläufer zu späteren Büchern darstellen. Aus Rincemangle, the Gnome of Even More wurde später der erste Band der Nome Trilogy / Die Nomen Trilogie, Truckers / Trucker. Der Text enthält bereits in groben Zügen die gesamte Story. Der Gnome Rincemangle, wie Terry Pratchett schreibt, der Vorläufer für Rincewinds Namen, landet per Truck in einem Kaufhaus, in dem er auf eine große Anzahl weiterer Gnome trifft und flieht mit ihnen durch den Diebstahl eines weiteren Trucks hinaus in die Wildnis. Aus der Kurzgeschichte The High Meggas wurde erst kürzlich in Zusammenarbeit mit Stephen Baxter The Long Earth / Die Lange Erde, der Anfang einer neuen Reihe. Diese wollte Terry Pratchett ursprünglich schon in den 1980ern beginnen, doch wurde The Colour of Magic / Die Farben der Magie * dann plötzlich so erfolgreich, dass er sich ganz der Discworld / Scheibenwelt-Reihe widmete. Eine weitere Besonderheit ist die gelöschte Szene aus The Sea and Little Fishes / Das Meer und kleine Fische, die später in stark veränderter Form ihren Einzug in Carpe Jugulum / Ruhig Blut! fand. Ebenfalls einmalig sind die Texte, die für Convention-Magazine und andere Scheibenwelt-Veranstaltungen geschrieben wurden.

A Blink of the Screen ist eine Sammlung voller kleiner Juwelen, die sich auch dann lohnt, wenn man bereits im Besitz der anderen Kurzgeschichtensammelbände ist. Dazu erhält man ein sehr treffendes Vorwort von A. S. Byatt in dem sie aufzeigt, wie Terry Pratchetts Werke sich von denen anderer Autoren unterscheiden und wie sie zu ihrem ersten Discworld / Scheibenwelt-Roman kam.

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Cover The Casual Vacancy englisch

Im kleinen englischen Ort Pagford stirbt das Gemeinderatmitglied Barry Fairbrother und wie ein Laubfeuer verbreitet sich die Nachricht durch die Bevölkerung. Von Freunden des Verstorbenen zu seinen Feinden, von Arbeitskollegen zu ganzen Schulklassen. Bald wissen alle, wie Barry an einem Aneurysma auf dem Parkplatz des Golfclubs zusammengebrochen ist. Und sie wissen, dass sich jetzt etwas im Ort ändern wird.

Sechzig Jahre zuvor hat Aubrey Fawley einige Felder am Rande seines Landes an die Nachbarstadt Yarvil verkauft. Diese errichtete dort eine Wohnsiedlung für die sozial schwächere Bevölkerung. Da die "Fields" aber innerhalb der Gemeinde Pagford liegen, fällt seitdem die Instandsetzung der Siedlung in deren Aufgabenbereich. Die alteingesessenen Bürger von Pagford klagen seit Jahren über die Kosten, die ihnen entstehen, den Schandfleck, den die Siedlung darstellt und die rowdyhaften Jugendlichen, die jetzt mit auf ihre angesehene Schule gehen dürfen. Teile des Gemeinderats unter Führung des Vorsitzenden Howard Mollinson versuchen daher die Fields an Yarvil abzutreten und den Mietvertrag für das Gebäude der Suchtklinik nicht zu verlängern. Die Opposition, die für die Fields und die Klinik kämpft, wurde von Barry angeführt.

Zu Beginn des Buches werden in schneller Folge neue Personen eingeführt. Die Meldung von Barrys Tod wandert durch die Gemeinde. Der Kampf um seinen Platz im Gemeinderat beginnt. Durch den schnellen Wechsel der Perspektiven, der teilweise mitten in Gesprächen stattfindet, werden immer mehr Geheimnisse der Bewohner von Pagford aufgedeckt. So war beispielsweise Barrys Frau Mary gar nicht glücklich mit dessen Engagement für die Fields und deren Bewohner, da er seine ganze Zeit und Energie da hinein gesteckt hat. Sie ist überzeugt davon, dass ihn dies umgebracht hat. Während die Figuren zuerst noch in loser Verbindung zueinander stehen, baut sich mit der Zeit ein verwobenes Netz von Beziehungen und Kontakten auf. Immer wieder treffen die Charaktere in neuen Kombinationen aufeinander und interagieren. Mehrere von ihnen beschließen aus unterschiedlichen Gründen für Barrys Sitz zu kandidieren. Der eine sucht die Anerkennung des Vaters, der andere hofft in der Position Bestechungsgelder kassieren zu können und ein dritter glaubt, es sei seine Aufgabe, Barrys Kampf für die Fields fortzuführen.

Schnell beginnen sich die Emotionen der Erwachsenen hochzuschaukeln und Spannungen entladen sich. Dazu kommt, dass die eigenen Kinder Öl in das bereits brennende Feuer kippen, indem sie als "Der Geist von Barry Fairbrother" auf der Gemeindewebseite Geheimnisse ihrer Eltern veröffentlichen.

Die von J. K. Rowling geschaffene Vielzahl an Charakteren bedient eine fast genauso lange Liste von Klischees. Alle sind grundlegend verschieden und werden von, für sich genommen, nachvollziehbaren Motiven gesteuert, wirken dabei jedoch das eine oder andere Mal eindimensional. The Casual Vacancy / Ein plötzlicher Todesfall ist wie ein langer, komplizierter Tanz auf den J. K. Rowling herabschaut und ihre Charaktere choreografiert, sie aufeinander zu und aneinander vorbei bewegt. Die Figuren werden dabei seziert und dem Leser offen gelegt. Ständig muss noch ein Geheimnis offenbart werden, noch eine Fassade bröckeln oder noch etwas Schlimmeres als zuvor passieren. Die Distanz und Rücksichtslosigkeit, die die Autorin dabei verwendet, überträgt sich auf den Leser. Es ist schwer eine Verbindung zu den Handlungsträgern aufzubauen. Keiner tut sich hervor. Die verarbeiteten Thematiken, wie Drogenabhängigkeiten, häusliche Gewalt, gescheiterte Beziehungen, selbstverletzendes Verhalten, Generationenkonflikte, Rassismus, Vergewaltigungen, ..., sind so aneinandergereiht, dass keiner ausgiebig beleuchtet wird und alle zusammen an Bedeutung verlieren.

Irgendwann fragt man sich, auf welche Art der Roman enden kann, um alle Handlungsstränge zu einem befriedigenden Ende zu führen. Das Finale enttäuscht dann auf ganzer Linie. Der Tod zweier weiterer Personen und ein Schlaganfall führen zu plötzlichen Wandlungen bei den überlebenden Charakteren und alles ist.

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Cover Dodger englisch

In einer regnerischen Nacht wird der Straßenjunge Dodger Zeuge, wie ein junges Mädchen aus einer Kutsche fällt und versucht vor zwei Männern zu fliehen, die sie wieder einfangen wollen. Er kommt dem Mädchen zur Hilfe und kann die Männer in die Flucht schlagen. Als er zurückkehrt greifen ihn zwei Herren, Charlie Dickens und Henry Mayhew, auf. Auch sie wollen helfen und tragen das Mädchen in Henrys Haus. Dort untersucht ein Arzt sie und kann ihren Zustand stabilisieren. Für ihr ungeborenes Kind kommt jedoch jede Hilfe zu spät. Sie weist Spuren von schweren Misshandlungen auf. Der Journalist Dickens will herausfinden, wo sie herkommt und wer ihr das angetan hat. Er beauftragt Dodger sich umzuhören.

Für Dodger öffnet sich eine immer größer werdende Welt. Bisher bestand diese für ihn hauptsächlich aus der Kanalisation von London, in der er täglich nach Münzen und anderen verlorenen Gegenständen sucht. Doch auf den Straßen und in den Häusern der Reichen sieht er immer mehr ihm bisher unbekanntes. Herr Solomon, bei dem er wohnt, erzählt ihm zudem von der Vielzahl der Länder, durch die er hauptsächlich geflohen ist und von Planeten, die sich im Himmel bewegen.

Herr Solomon hat ein großes Interesse daran, dass Dodger etwas aus sich macht. Vor allem, wenn er das Mädchen besuchen geht, dass er gerettet hat, soll er und möchte er dabei gut aussehen. So muss sich Dodger für ihn ungewöhnlich gründlich waschen und sich einen gebrauchten Anzug zulegen. Später soll er sich sogar die Haare schneiden lassen. Er entscheidet sich dazu für Sweeney Todds Barbiersalon in der Fleet Street. Dies stellt sich anfangs als keine gute Wahl heraus. Doch schon bald ist Dodger bekannt als derjenige, der den teuflischen Barbier aus der Fleet Street zur Strecke gebracht hat. Eine Rolle mit der er sich so gar nicht anfreunden kann.

Das erste Ergebnis seiner Ermittlung ist, dass das Mädchen eine Nacht vor seiner Rettung durch Dodger schon einmal aus der Kutsche geflohen ist, aber an dem Abend von ihren Entführern wieder eingefangen werden konnte. Und dass ein Rad der Kutsche ungewöhnlich quietscht. Sie selbst hat Angst an ihren Ehemann ausgeliefert zu werden und gibt daher nur spärliche Informationen über sich preis. Doch Charlie kann mehr herausfinden. Bei dem Mädchen handelt es sich um die Ehefrau eines deutschen Prinzen, dessen Vater sie jetzt verschwinden lassen will. Alle anderen Zeugen der Vermählung hatten bereits unglückliche Unfälle. Die englische Regierung ist geneigt sie auszuliefern, um einen Krieg zu verhindern. Doch Dodger sieht nur einen anderen Ausweg: Sie muss sterben! Oder es muss zumindest so aussehen...

Dodgers Aufstieg in der Gesellschaft ist ein fantastisches Abenteuer, das jedoch keine Fantasy-Elemente enthält, sich aber trotzdem so anfühlt. Es handelt sich jedoch um einen typischen Terry Pratchett-Roman mit vielen humorvollen Sprachbildern, sympathischen und ungewöhnlichen Charakteren, die alle ein wenig eigen sind, und einem durchweg hohem Spannungsbogen. Dodger / Dunkle Halunken ist ein Buch, das einfach Spaß macht und dessen Geschichte auch gut in Ankh-Morpork hätte spielen können. Dort würden die neuen Charaktere jedoch wahrscheinlich hinter den bekannten zu stark in den Hintergrund rücken, wie dies in Unseen Academicals / Der Club der unsichtbaren Gelehrten geschehen ist.

Trotz der Dodger am Anfang übertragenden Ermittlungsaufgabe, entwickelt sich das Buch zu keinem Kriminalfall in dem der Held durch das Sammeln von Hinweisen seinen Weg findet. Dodger steht im Mittelpunkt und der Leser kann mit verfolgen, wie der clevere Überlebenskünstler innerhalb weniger Tage zum Helden heranreift. Die ganze Geschichte wird gewürzt mit einer Vielzahl real existierender historischer Persönlichkeiten und einigen heutzutage nicht mehr verwendeten Wörtern und Redewendungen, die teilweise sogar in Fußnoten erklärt werden. Dies gibt dem Roman seinen endgültigen Feinschliff.

Happy Families war der Arbeitstitel von Dodger / Dunkle Halunken und tatsächlich ist das Bild der glücklichen Familie ein wiederkehrendes Motiv im Roman. Jedoch ist es abgeschwächt und abgesehen von einigen Spekulationen darüber, warum manche Familien nicht glücklich sind, scheint sich der Schwerpunkt des Buches verschoben und mit ihm der Titel geändert zu haben. In Dodger / Dunkle Halunken zeigt uns Terry Pratchett ein London aus der Sicht der Armen und verrät im Nachwort, dass Einiges geschönt wurde. Er weißt den interessierten Leser auf reale Zeitzeugenberichte hin, wie beispielsweise die Aufzeichnungen von Henry Mayhew. Diese beschäftigen sich eingehender mit den schrecklichen Verhältnissen, unter denen im 19. Jahrhundert viele Menschen in der Stadt leben mussten. Aber auch die Menschen, die an diesen Verhältnissen etwas geändert haben, werden erwähnt. Es handelt sich diesmal also weniger um eine aktuelle Sozialkritik, wie es bei Büchern von Terry Pratchett häufig der Fall ist, sondern um eine Aufforderung, sich mit der Geschichte zu beschäftigen. Natürlich wie immer ganz unaufdringlich eingearbeitet, ohne sich in den Vordergrund zu drängen und den Spaß an der Handlung zu nehmen, mehr ein Fähnchen mit dem im Hintergrund der Szene gewunken wird.

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Cover The Throne of Fire englisch

Die jungen Magier Carter und Sadie Kane haben seit dem Zerstören der Roten Pyramide des bösen Gottes Set in The Red Pyramid / Die rote Pyramide andere Nachfahren der Pharaonen rekrutiert, um sie in ihrem Haus in New York ebenfalls zu Magiern auszubilden. Mit ihrer Hilfe wollen sie den König der Götter Ra wiedererwecken. Dieser soll die Schlange Apophis aufhalten, bevor sie die Sonne verschlingt und die Welt vernichtet. Doch neben den Anhängern des Chaos, die auf der Seite von Apophis stehen, versuchen auch wieder die Mitglieder des Haus des Lebens die Kinder aufzuhalten. In einer Botschaft vom Gott Horus erfährt Carter, dass eine Statue, im Museum in Brooklyn einen Hinweis zur Erweckung Ras enthält. Carter, Sadie und zwei ihrer Schüler, Jaz und Walt, brechen folglich nachts in das Museum ein, um die Statue, wie sie es nennen, auszuleihen. Dabei geht leider alles schief, was schief gehen kann: Im Museum findet gerade eine Hochzeit statt und eine Reihe von magischen Fallen wird aktiviert. Sadies Hand und halb Brooklyn gehen in Flammen auf, Jaz fällt ins Koma und die vier können gerade so auf einem Greifen durch das Dach des Museums entkommen. In der Statue haben sie jedoch eine wertvolle Schriftrolle gefunden. Sie ist einer der drei Teile des Buchs des Ra. Um Ra zu erwecken benötigen sie nun noch die anderen beiden, verschollenen Teile.

Bevor sich die Geschwister auf die Suche machen, will Sadie zuerst noch ihren 13. Geburtstag mit ihren Freundinnen in London feiern. Dort wird sie jedoch von zwei Göttern erwartet, die die Körper ihrer Großeltern besessen haben. Sie sind der Meinung, dass sowohl Ra, als auch die Kanes zu schwach sind, sich Apophis zu stellen. Die Schwachen müssen sterben und so verfolgen sie in Form eines Riesenaffen und eines Geiers Sadie und ihre Kameradinnen quer durch London. Gerade noch rechtzeitig erreicht sie Basts Vertretung und Sadies neuer Beschützer, der abscheuliche Zwergengott Bes. Er ist so widerwärtig, dass selbst die Götter fliehen. Mit seiner Hilfe können Sadies Großeltern gerettet werden. Doch Sadie wird keine Verschnaufpause gegönnt. Carter trifft ein und Bes fährt die beiden nach Sankt Petersburg. Hier wollen sie aus dem Büro von Vladimir Menshinkov, der rechten Hand des Oberhaupts der Magiergemeinschaft Haus des Lebens, den zweiten Teil des Buchs des Ra stehlen. Menchinkov ist noch gefährlicher als die beiden erwartet haben. Der ganz in weiß gekleidete Zauberer mit seinen entstellten Augen hat sich auf Apophis Seite geschlagen und versucht gerade den Gott Set für seine Sache zu gewinnen.

The Throne of Fire / Der Feuerthron macht da weiter, wo The Red Pyramid / Die rote Pyramide aufgehört hat. Nicht nur, was die Handlung anbelangt, sondern auch der Spannungsbogen des Vorgängers wird fortgesetzt. Das Ensemble wird um weitere liebevoll ausgearbeitete Charaktere erweitert, mit deren Schicksal man gerne mit fiebert. Das Ende passt zum mittleren Teil einer Trilogie. Zwar ist die unmittelbare Bedrohung für das erste abgewendet, doch das große Finale kündigt sich schon an. Ein glückliches Ende steht für viele Charaktere noch in den Sternen. The Serpent's Shadow / Der Schatten der Schlange hat also viel zu leisten, doch so wie sich die ersten beiden Bände geschlagen haben, habe ich keinen Zweifel daran, dass es das auch locker schaffen wird. Im Oktober 2015 erscheint The Throne of Fire / Der Feuerthron auch als Graphic Novel *.

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Cover The Demigod Diaries englisch

The Demigod Diaries ist ein Begleitbuch zur Heroes of Olympus / Helden des Olymp-Reihe und enthält vier Kurzgeschichten, acht farbige Bilder der Hauptcharaktere, einige Schwarz-Weiß-Zeichnungen und Rätsel. Außerdem erzählt Rick Riordan wie er durch die Lernschwäche seines Sohnes dazu gekommen ist, für ihn den ebenfalls unter dem Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom leidenden Helden Percy Jackson zu erfinden. Die Geschichten sind allesamt gewohnt humorvoll und unterhaltsam. Sie füllen einige Lücken in den Geschichten und lassen so die Welt um Percy und seine Freunde noch lebendiger und detaillierter erscheinen.

Die erste Kurzgeschichte, The Diary of Luke Castellan, ist vor den Ereignissen des ersten Percy Jackson and the Olympians / Percy Jackson-Buches angesiedelt. In ihr begleitet der Leser die jungen Halbgötter Luke und Thalia in das monsterverseuchte Haus des verfluchten Hal Green. Die Götter haben den Sohn des Apollos dafür bestraft, dass er einst mit seiner Fähigkeit die Zukunft zu sehen, das Leben eines Mädchens rettete. Nun muss er immer wieder mit ansehen, wie in seinem Haus über Jahrzehnte junge Halbgötter von Monstern gefressen werden. Noch nie ist jemand entkommen. Doch diesmal könnte es anders ausgehen, denn Luke und Thalia können den geheimen Schatz des Hauses finden. Doch die neuen Prophezeiungen von Hal sprechen von einer düsteren Zukunft für die beiden Freunde.

Endlich erfährt man etwas mehr über die Zeit in der Thalia, Luke und Annabeth zusammen gereist sind. Auch wenn es sich nur um ein kleines Stück ihres Weges handelt, erhält man bereits einen guten Blick auf die Wut, die Luke gegenüber den Göttern verspürt und deren Ursprünge. Auch das Verhältnis zwischen den dreien wird klarer.

Die zweite Kurzgeschichte, Percy Jackson and the Staff of Hermes, spielt nach dem Ende von The Last Olympian / Die letzte Göttin *. Percy und Annabeth gehen nun seit einem Monat miteinander aus und picknicken gemeinsam im Central Park als plötzlich Götterbote Hermes auftaucht. Ihm wurde von einem feuerspeienden Riesen namens Cacus sein Stab der Macht gestohlen. Und mit ihm die Schlangen George und Martha. Percy soll ihm den Stab in wenigen Stunden wiederbeschaffen. Mit Hilfe von Annabeths magischen Schild können die beiden herausfinden, dass sich der Riese in einer Höhle in der Kanalisation von New York versteckt. Doch dank der Hilfe des Hermesstabes ist Cacus nicht so einfach zu besiegen, wie es sich die beiden Halbgötter erhofft haben.

Zwar enthält die Geschichte bereits einige düstere Andeutungen auf die Ereignisse in The Lost Hero / Der verschwundene Halbgott und The Son of Neptune / Der Sohn des Neptun *, ist jedoch die heiterste im Buch. Percy und Annabeth sind ein eingespieltes Team und der Rahmen ihres Jubiläumsessens wirft sie mal wieder in eine für beide ungewohnte Situation.

Die dritte Kurzgeschichte, Leo Valdez and the Quest for Buford, spielt nach dem Ende von The Lost Hero / Der verschwundene Halbgott und während der Ereignisse von The Son of Neptune / Der Sohn des Neptun *. Während Percy Jackson verschwunden ist, arbeitet Leo Valdez im von ihm entdeckten Bunker 9 am Luftschiff Argo II mit dem die Halbgötter im nächsten Sommer nach Griechenland fliegen müssen, um die neue Große Prophezeiung zu erfüllen. Leo ist dabei den Reaktor des Schiffes hochzufahren, als sein laufender Werkzeugtisch beleidigt davonrennt und dabei das entscheidende Bauteil mitnimmt. Da der Vorgang nicht mehr abgebrochen werden kann, müssen Leo und seine Freunde Jason und Piper in weniger als einer Stunde den Tisch einfangen, um das Teil einzusetzen. Ansonsten explodiert nicht nur der Reaktor, sondern mit ihm auch Bunker 9 und der gesamte Wald um ihn herum. Einen kleinen Tisch einzufangen sollte für drei mächtige Halbgötter eigentlich kein Problem sein, doch den Wald durchstreifen gerade ein Dutzend Mänaden auf der Suche nach ihrem verschwundenen Gott Dionysos. Diese Party-Mädchen zerfetzen alles, was ihnen in den Weg kommt und machen dabei nicht einmal vor den mächtigsten Monstern halt.

Mit den Mänaden wird eine weitere abwechslungsreiche Monsterkategorie eingeführt. Die Ideen scheinen Rick Riordan diesbezüglich nicht auszugehen. Es ist auch schön, wie sich die Geschichte in die bisherigen Bände einfügt. Als die Helden aus dem Camp am Ende von The Son of Neptune / Der Sohn des Neptun * plötzlich mit ihrem Luftschiff auftauchen, weiß man nicht, was in der Zwischenzeit mit ihnen passiert ist. Jetzt sind zumindest ein Teil ihrer Vorbereitungsarbeiten und die Funktionsweise des Schiffes sichtbar geworden.

Son of Magic wurde von Haley Riordan, dem Sohn von Rick Riordan geschrieben und spielt ebenfalls nach dem Ende von The Last Olympian / Die letzte Göttin *. Alabaster, Sohn von Hekate, Göttin der Magie, wird von seiner Halbschwester Lamia verfolgt. Alabaster war einer der Halbgötter, die sich während des letzten Krieges der Armee von Chronos angeschlossen hatten und einer der wenigen Überlebenden. Lamia hat ist den Truppen der Erdmutter Gaia beigetreten und hat von dieser den Auftrag bekommen, Alabaster zu töten, da dieser Gaias Plänen im Weg stehen könnte. Seit Gaias Erwachen sind die Tore des Todes geöffnet und Monster, wie Lamia, regenerieren sich in kürzester Zeit wieder, statt Jahre tot zu bleiben. So ist Alabaster ständigen Angriffen ausgesetzt. Er sucht Hilfe beim Menschen Dr. Claymore, einem Experten, was das Sterben anbelangt, denn wenn er Lamia nicht dauerhaft töten kann, wird sie Alabaster bald besiegen.

Der Stil und die Stimmung der letzten Kurzgeschichte weichen leicht vom Rest des Buches ab und auch alle auftauchenden Charaktere sind bisher nicht bekannt. Scheinbar wollte Haley Riordan bei seinem ersten literarischen Streifzug in die Welt seines Vaters nicht gleich riskieren dessen etablierte Charaktere zu verfremden. Die Erklärung, die er gefunden hat, warum Monster Halbgötter immer wieder aufspüren können, wird im Vorwort von seinem Vater gelobt und fügt sich nahtlos in den Rest der Welt um die griechische Mythologie ein.

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