Meine Bücherwürmer


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Cover Chupacabra's Song englisch

Chupacabra's Song spielt ungefähr zwanzig Jahre vor dem ersten Band der Magic ex Libris / Die Buchmagier-Romanen.

Schon in frühen Jahren äußerte sich die Magie für Nicola Pallas in Form von Musik und Melodien. Zwar ist es für sie alles natürlich, doch sie ist noch ungeübt und ahnt nichts davon, dass es noch mehr Menschen gibt, die Magie beherrschen.

Mit vierzehn Jahren hilft sie in der Tierarztpraxis ihres Vaters aus, als sie ihre erste Bekanntschaft mit einem magischen Wesen macht. Mrs. Boucher hat am Straßenrand eine angeschossene Kreatur gefunden, die sie für einen Hund hält, der Hilfe braucht. Schnell wird jedoch klar, dass es sich bei dem aggressiven Wesen um etwas völlig Anderes handelt. Nicola ist fasziniert.

Ihr Vater hat kaum mit der Behandlung angefangen, da platzen zwei unbekannte Männer herein und betäuben mit Hilfe ihrer Magie Mr. Pallas und Mrs. Boucher. Sie wollen den Chupacabra mitnehmen und noch weitere in der Gegend einfangen und verkaufen. Nicola will das nicht zulassen.

In Chupacabra's Song begleitet der Leser eine Magierin bei ihrem ersten Blick in eine neue, größere Welt und dabei eine Entscheidung zu treffen, die ihr gesamtes restliches Leben prägen wird. Sie entscheidet sich dafür, ihre Magie zum Wohle Anderer und nicht aus egoistischen Gründen einzusetzen. Auf Grund der extremen Kürze ist die Geschichte jedoch nicht sehr tiefgehend, zeigt nur ein paar Stunden aus Nicolas Leben und bietet einen sehr kleinen Einblick in die Welt der Magier.

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Cover The Sword of Summer englisch

Magnus Chase ist sechzehn Jahre alt und lebt seit dem Tod seiner Mutter vor zwei Jahren auf den Straßen von Boston. An diesem Morgen weckt ihn sein ebenfalls obdachloser Kumpel Blitz und erzählt ihm, dass nach ihm gesucht wird. Magnus fürchtet erst, dass es sich um die Polizei handelt, die immer noch Fragen zu den merkwürdigen Todesumständen seiner Mutter hat. Doch es sind seine Onkel, mit denen seine Mutter sich im Streit verworfen hatte, die nun versuchen ihn mit Flugblättern aufzuspüren. Magnus will wissen, was los ist und bricht in das Haus seines Onkels Randolph ein, um Hinweise für die plötzliche Suche zu finden.

Magnus kann im Haus nichts entdecken, was ihn weiterhilft, nur Unmengen an Wikingerartefakten türmen sich hier. Dann steht auf einmal Randolph in der Tür. Magnus will sofort verschwinden, doch sein Onkel warnt ihn, dass er in Lebensgefahr schwebt. Ohne große Erklärungen fliehen sie aus dem Haus und fahren in Richtung der Longfellow Brücke. Immerhin erfährt Magnus von seinem Onkel, dass sein Vater, dem er nie begegnet ist, ein nordischer Gott gewesen sein soll. Zwar glaubt Magnus, dass Randolph den Verstand verloren hat, vor allem, als er auf der Brücke von ihm möchte, dass er ein Schwert aus dem Wasser beschwört, doch irgendwie fühlen sich seine Worte richtig an. Tatsächlich gelingt es Magnus ein altes, verrostetes Stück Metall aus dem Fluss in seiner Hand schweben zu lassen. Kaum hat er diese Tat vollbracht, taucht Surt, Lord der Feuergiganten, auf und fordert die Herausgabe des Schwerts. Auch wenn Magnus nicht so recht weiß, was er tut, sucht er den Kampf gegen Surt, um die anderen Menschen auf der Brücke zu beschützen, die unter der Hitze von Surt langsam zu zerfallen droht. Zwar kann er den Giganten in den Fluss stürzen, kommt dabei aber selbst ebenfalls ums Leben.

Doch der Tod ist für Magnus erst der Anfang. Schon bald findet er sich in Walhalla, dem Paradies der Krieger, wieder. Die Walküre Sam hat ihn hier abgeliefert. Nun stehen jeden Tag Kämpfe bis zum Tod als Vorbereitung für die Ragnarök und anschließend ein Gelage auf der Tagesordnung. Jeder verstorbene Krieger erhält ein Luxuszimmer und ein Fitness-Upgrade für seinen Körper. Eigentlich wirkt Walhalla gar nicht so schlecht, doch als Magnus den anderen Kriegern vorgestellt wird, erscheinen die drei Nornen und verkünden eine düstere Prophezeiung. Ragnarök, das Ende der Welt, könnte früher kommen, als allen lieb ist und er und das Schwert dafür verantwortlich sein. Magnus beschließt zu handeln und aus Walhalla zu fliehen.

The Sword of Summer / Das Schwert des Sommers ist ein spannender Auftakt zu Rick Riordans neuer Reihe. Die nordischen Götter bringen jede Menge Abwechslung in die Geschichte. Gleich von Beginn an wird eine Brücke zu Percy Jackson and the Olympians / Percy Jackson geschlagen. Magnus ist der Cousin von Annabeth und es könnte auf ein großes Finale hinauslaufen, bei der die Götterkinder aus Rick Riordans verschiedenen Reihen zusammenarbeiten müssen. Wie von ihm gewohnt kommen Humor und Abenteuer nicht zu kurz und werden gepaart mit jeder Menge mehr oder weniger obskurer Geschichten aus den Sagen über die Götter. Wem bereits seine anderen Bücher gefallen haben oder von der Welt in Mara und der Feuerbringer fasziniert war, ist hier richtig aufgehoben. Vorwissen wird nicht benötigt. Mehr Informationen zur nordischen Sagenwelt wird es dann in der Fortsetzung The Hammer of Thor / Der Hammer des Thor und im bereits angekündigten Begleitbuch The Hotel Valhalla Guide to the Norse Worlds geben.

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Cover Fortunately, the Milk... englisch

In Fortunately, the Milk... / Die verrückte Ballonfahrt mit Professor Stegos Total-locker-in-der-Zeit-Herumreisemaschine reist die Mutter einer vierköpfigen Familie zu einer Konferenz. Sie gibt ihrem Mann genaue Anweisungen, was er alles mit den zwei Kindern zu tun hat, wo er das Essen für die Woche findet und dass er doch neue Milch holen soll. Gleich am ersten Abend geht schief, so dass er stattdessen mit den beiden in ein indisches Restaurant gehen muss. Anschließend macht er ihnen einen heißen Kakao, damit sie ihre Mutter nicht so vermissen. Dabei verbraucht er jedoch die letzte Milch.

Am nächsten Morgen können die Kinder ihre Frühstücksflocken nicht essen, da ihnen die Milch dazu fehlt und der Vater kann seinen Tee nicht trinken, da auch ihm dazu die Milch fehlt. Also beschließt er eine neue Packung aus dem Laden an der Ecke zu holen. Die Kinder warten und warten. Nach einer Ewigkeit kehrt der Vater zurück. Als sie ihn fragen, warum das Milchholen so lange gedauert hat, tischt er ihnen eine unglaubliche Geschichte auf.

Auf dem Rückweg haben ihn Außerirdische entführt, er ist ihnen durch einen Sprung in das Raum-Zeit-Kontinuum entkommen, auf einem Piratenschiff gelandet und wurde von einem zeitreisenden Dinosaurier in einem Heißluftballon gerettet. Und dann ging das Abenteuer erst richtig los.

Die Geschichte in Fortunately, the Milk... / Die verrückte Ballonfahrt mit Professor Stegos Total-locker-in-der-Zeit-Herumreisemaschine stammt aus der Feder von Neil Gaiman. Illustriert wurde sie in der britischen und deutschen, gebundenen Ausgabe liebevoll von Chris Riddell, der das Aussehen des Vaters an Neil Gaiman angelehnt hat. Die amerikanische Taschenbuchausgabe wurde von Skottie Young illustriert. Das Buch ist mit seiner abgedrehten Geschichte sehr unterhaltsam, nur leider nicht so vollgestopft mit Anspielungen, wie beispielsweise Chris Riddells Goth Girl / Ada von Goth-Bücher. Würden die beiden jedoch noch mehr Bände rausbringen, ich würde sie definitiv sofort kaufen.

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Cover Tougard - Seelenseher deutsch

Der Außenseiter Charlie Andrews fürchtet sich davor, seiner einzigen Freundin Ann zu erzählen, dass seine Familie bald nach London ziehen wird. Immer wieder nimmt er sich vor, es ihr endlich mitzuteilen, doch immer wieder verschiebt er es um einen weiteren Tag. Als er an diesem Tag nach der Schule bei ihr zu Besuch ist und noch einmal den Mut aufbringen möchte, mit ihr zu reden, geschieht das Unfassbare. Charlie knickt sich den Knöchel um, versucht den Schmerz zu unterdrücken, stürzt und verschwindet. Er findet sich in einem unbekannten Studienzimmer wieder. Ein älterer Herr namens Frederick Trench erklärt ihm, dass er in einer Paralleldimension gelandet ist. Charlie verfügt über die Gabe des Heilens und bei ihrer ersten Manifestation, als er den Schmerz seines eigenen Knöchels hat verschwinden lassen, hat sich automatisch ein Portal geöffnet und ihn nach Tougard befördert. An dieser Schule lernen Begabte wie er mit ihren mannigfaltigen Fähigkeiten umzugehen, damit sie in ihrer Realität keine Aufmerksamkeit erregen. Charlie hält dies alles für einen äußerst ungewöhnlichen und detaillierten Traum und lässt sich auf Fredericks Erklärungen ein, während dieser ihn zu einem der Schülerschlafräume führt. Am nächsten Morgen hat sich der Traum jedoch noch nicht verflüchtigt.

Statt wieder in Anns Zimmer oder einem Krankenhausbett aufzuwachen, befindet sich Charlie noch immer in Tougard und wird zu seinen ersten Unterrichtsstunden geführt. Trotz seiner Zurückhaltung schließt er bald Freundschaft mit seinen Mitschülern Becca und Daisuke, vor allem, weil sie sich von ihm nicht wegstoßen lassen. Zwar ist der Unterricht interessant und er erhält viele Gelegenheiten zum Zeichnen, doch was Charlie wirklich fehlt ist Ann. Eines nachts lässt Raphael, ein älterer Schüler, Charlie, Becca, Daisuke und ein paar andere Neulinge zu einer verbotenen Mutprobe erscheinen. Angeblich kann man durch das Betreten eines Portals in seine eigene Welt zurückkehren. Charlie ergreift sofort die Gelegenheit, Ann wiederzusehen. Tatsächlich gelangt er zurück in ihr Zimmer. Für Ann sind nur zwanzig Minuten vergangen, obwohl Charlie ganze fünf Tage in Tougard verbracht hat. Obwohl er für kurze Zeit spurlos verschwunden war, glaubt sie ihm natürlich nicht, dass er in einer anderen Welt gewesen ist. Kurzerhand packt Charlie sie, verletzt sich absichtlich den eigenen Finger und hofft sich zurück nach Tougard.

Die Grundstimmung von Seelenseher ist gerade im späteren Verlauf der Geschichte überraschend düster und eher traurig. Man hat das Gefühl die gesamte Harry Potter-Reihe in einem Band zu erleben, inklusive der traurigen Todesfälle, die dort erst in den späteren Bänden auftauchen. Dennoch ist Seelenseher ungewöhnlich und eigenständig genug und dank des spannenden Finales auch sehr unterhaltend.

Allerdings bleiben viele Details während der Geschichte unerklärt. Dies beinhaltet nicht nur große Geheimnisse, die vielleicht in späteren Bänden aufgeklärt werden sollen, sondern auch Kleinigkeiten, wie zum Beispiel jemand von A nach B gelangt ist oder wer gerade gesprochen hat. Dies hat zur Folge, dass manche Szenen sehr verwirrend wirkten und alles etwas ungeschliffen wirkt. So fehlten mir häufig kleine Positionsangaben zu den Charakteren (zum Beispiel: "Hallo!" rief ihnen Ann von ihrem mechanischen Ross zu., anstelle von: "Hallo!" sagte Ann.). Die Charaktere bewegen sich entweder teilweise, ohne dass es beschrieben wird, oder sie bewegen sich nicht, aber es wirkt durch ihre wörtliche Rede so, als würden sie direkt nebeneinander stehen. Es wirkt immer so, als würde etwas fehlen. Angefangen bei den Kleinigkeiten, bis hin zu größeren Dingen. So macht sich Daisuke beispielsweise nach einem Überfall Sorgen um seine aus Tougard entführte Schwester. Bis zu dem Zeitpunkt wurde aber noch nicht erwähnt, dass Daisuke überhaupt eine Schwester hat. Was mich generell sehr gewundert hat, ist dass weder Charlie noch Ann sich irgendwelche Gedanken um ihre Familien machen, für die sie ja einfach verschwunden sind.

Trotz der kleinen Kritikpunkte ist Seelenseher ein gelungener Reihenauftakt, der auf weitere spannende Abenteuer hoffen lässt.

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Cover AERA - Die Rückkehr der Götter deutsch

Als der Maya-Kalender am 21.12.2012 ausläuft kehren plötzlich die alten Götter zurück auf die Erde. Passend zu den geographischen Regionen aus denen sie stammen, erscheint Odin im Norden, der große Manitu in Nordamerika, Zeus in Griechenland und viele, viele andere überall auf der Welt. Nur die vormals großen drei sind nicht mit dabei. Vom Gott der Christen, Juden und Moslems fehlt jede Spur und das bekommen ihre Anhänger zu spüren. Die Welt wandelt sich. Als sie die neuen Entitäten akzeptiert brechen Übergangskriege aus und die vormals großen Religionen verkommen zu kleinen, verfolgten Sekten.

Trotz der globalen Akzeptanz der Götter gibt es noch mindestens einen Atheisten. Interpol-Ermittler Malleus Bourreau ermittelt in Fällen, die mit den neuen Entitäten zu tun haben. Bisher konnte er hinter den Verbrechen immer Menschen aufspüren, die zum Teil im Namen ihres Gottes gemordet haben oder es so aussehen lassen wollten, als hätten andere Götter oder deren Anhänger ein Verbrechen begangen. Bisher gibt es keine Gerichte, die Götter anklagen, einen Umstand, den Malleus am liebsten ändern würde.

AERA - Die Rückkehr der Götter erschien ursprünglich in zehn Episoden als E-Book, bevor es dann Ende 2015 als Gesamtwerk im Taschenbuch verlegt wurde.

In den zehn Episoden verschlägt es Malleus um die ganze Welt zu verschiedenen Aufträgen. Mal ermittelt er an der kalten englischen See, an der merkwürdige Leichenteile angeschwemmt werden, mal im heißen Ägypten, wo ein Halbgott ums Leben kam. Dies sorgt für eine Menge Abwechslung, auch wenn gerade in den ersten Episoden sehr häufig gesagt wird, dass sich der Inspektor über seinen Fu-Manchu-Bart fährt oder wie er sich seine besonderen Zigarren anzündet.

Die zehn Fälle verbindet die Suche nach neun geheimnisvollen Artefakten, die einem Hehler in Hamburg gestohlen wurden und für die jemand bereit ist, sehr viele Morde zu begehen. Nach einer Weile wird Mallues Marianne Lagrande zur Seite gestellt, die ihm bei seinen Recherchen unterstützt und für zusätzliche Unterhaltung sorgt. Immer verfolgt wird Mallues bei seiner Arbeit von einem heimlichen Beobachter, der ihm anfangs mehrfach das Leben rettet, indem er aus dem Hinterhalt Angreifer ausschaltet. Er hat ganz eigene Pläne mit dem Inspektor und will nicht, dass ihn jemand anderes vor ihm umbringt. Das Ganze gipfelt in einem spannenden Finale in der letzten Episode.

Im Laufe der Ermittlungen wird auch klar, dass Mallues einige Geheimnisse verbirgt, von denen praktisch keine geklärt werden. Außer ein paar Andeutungen erfährt man nichts. Daher ist das Ende des Buches eher unbefriedigend und es schreit nach einer Fortsetzung. Gerne würde ich mehr Fälle von Malleus Bourreau und Marianne Lagrande lesen. Unter der Voraussetzung, dass dann auch ein paar Antworten mit dabei sind und eine bessere Prüfung vor dem Druck erfolgt, denn Episode Neun zeichnet sich leider durch sehr viele Tippfehler aus.

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