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Cover Indiana Jones und das Schiff der Götter deutsch

Morton, Kapitän des Forschungsschiffs Poseidon, ist nach einer siebenmonatigen Expedition mit seiner erschöpften Mannschaft auf der Rückfahrt nach Boston, als das Schiff einen zerstückelten Hilferuf aus dem nördlichen Eismeer empfängt. Morton ändert den Kurs und stößt auf einen gewaltigen Eisberg, der ihm unheimlich und bedrohlich vorkommt. Umso näher sie dem Ungetüm im Wasser kommen, umso mehr macht sich auch bei der Crew ein immer aggressiver werdendes Verhalten bemerkbar. Auf dem Eisberg findet Morton einen Überlebenden, der scheinbar dem Wahnsinn verfallen ist und wie ein Wikinger gekleidet mit einer Axt auf seine Retter losgeht. Mehrere Besatzungsmitglieder verlieren bei dem Einsatz ihr Leben und die Entdeckung, die Morton im Inneren des Eises macht, ruft die U.S. Regierung auf den Plan.

Der Überlebende stellt sich als der deutsche Wissenschaftler Professor van Hesling heraus und die Regierung des Deutschen Reichs ist sehr daran interessiert, den Rest seiner ursprünglichen Expedition aufzuspüren. Gemeinsam mit den Amerikanern wird eine neue Expedition zurück zum Eisberg geplant, bei der man unbedingt auch Doktor Jones dabeihaben will. Obwohl man ihm nicht verraten kann, was die Poseidon auf dem Eisberg gefunden hat, lässt er sich letztendlich doch dazu überreden, die anderen Forscher zu begleiten.

Schon der Weg zum Eisberg wird zum gefährlichen Abenteuer. Professor van Hesling ist noch immer nicht ganz bei Verstand und eine Gefahr für sich und andere. Unter den Mitgliedern der Forschungsreise scheint sich ein Spion zu befinden und auch der Regierungsbeamte, der die Leitung übernommen hat, verschweigt den Teilnehmern etwas.

Indiana Jones und das Schiff der Götter besitzt einen recht langatmigen Erzählstil bei dem Szenen scheinbar endlos in die Länge gezogen werden. Dazu kommt, dass Wolfgang Hohlbein erneut versucht den Leser und Jones möglichst lange nicht wissen zu lassen, worum es bei diesem Abenteuer eigentlich geht, indem er ihm immer wieder Informationen verweigert. Dadurch kann jedoch einfach keine Spannung aufkommen. Indiana Jones-Romane und Filme basieren meist auf der Jagd nach einem Artefakt, das zum einen faszinierend ist und dem Indiana Jones immer wieder nahe kommt. Es wird ihm und den Leser wie eine Karotte vor die Nase gehalten und wieder weggenommen. Dadurch entstehen die Spannung und die rasanten Momente und das fehlt hier. Immerhin wird das Buch gegen Ende noch besser und klärt einige Dinge auf. In dieser Hinsicht ist es gelungener als der vorherige Band Indiana Jones und die Gefiederte Schlange. Leider dauert es bei diesem nun umfangreicheren Werk lange bis dies geschieht. Der Charakter der Hauptfigur wurde erneut nicht getroffen.

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Cover Who let the Gods out englisch

Elliot Hopper bekommt langsam so richtig Probleme in der Schule. Immer wieder schläft er im Unterricht ein und seine Noten fallen ins Bodenlose, da er nicht zum Lernen kommt. Wenn er jetzt auch noch die bevorstehenden Prüfungen versaut, fliegt er von der Schule. Die Ursache für Elliots Schwierigkeiten, ist die zunehmende Verwirrtheit seiner Mutter, um die er sich kümmern muss, sobald er nach Hause kommt. Hier stapeln sich bereits die Rechnungen, der Strom wird regelmäßig abgestellt und wenn es Elliot nicht gelingen sollte, innerhalb von einer Woche 20.000 Pfund aufzutreiben, wird das Haus der kleinen Familie gepfändet.

Der Rat der Sternzeichen ist langweilig. Seit zweitausend Jahren, als die olympischen Götter in den Ruhestand gegangen sind, kümmern sich die Sternzeichen um die Verwaltungsangelegenheiten der Unsterblichen. Sie leben im paradiesischen Elysium, wo alles perfekt ist. Virgo, die jüngste unter den Sternzeichen, hat bereits alles gemacht: Sie ist auf Einhörnern geflogen, auf Delfinen durch einen Honigfluss geritten und ist mit der Achterbahn durchs Wunderland gefahren - mehrfach sogar. Nach zweitausend Jahren hat sie einfach keine Lust mehr auf diese Eintönigkeit. Aus einem Impuls heraus, stürzt sie sich hinab auf die Erde. Hier muss alle zweihundertfünfzig Jahre eine Flasche Ambrosia an einen mysteriösen Gefangenen geliefert werden und Virgo durfte sich noch nie um diese abwechslungsreiche Aufgabe kümmern. Doch jetzt ergreift sie die Initiative und noch bevor die anderen Sternzeichen es verhindern können, ist sie schon auf dem Weg.

Leider hat Virgo nur eine ungefähre Ahnung, wo der Gefangene eingesperrt ist und keine Ahnung, um wen es sich dabei überhaupt handelt. Die Reise zur Erde endet erstmal mit einem Absturz im Elliots Kuhstall. Dieser hält das Sternzeichen im Körper eines ungefähr gleichaltrigen Mädchens natürlich für verrückt, als sie ihm von ihrer Mission erzählt und darauf beharrt, ein unsterbliches Wesen zu sein. Elliot kann das Mädchen jedoch nicht einfach bei Nacht über die Felder irren lassen und lädt sie zu sich auf die Farm ein. Am nächsten Tag versucht er ihr bei der Suche nach dem Gefangenen zu helfen.

In einem Versteck unter dem Steinkreis von Stonehenge findet Virgo endlich das Gefängnis. Bevor Virgo die Ambrosiaflasche hineinwerfen kann, stürzen sie und Elliot jedoch durch einen ungeschickten Unfall selbst in das Gefängnis und dann befreit Elliot auch noch den Gefangenen! Dieser stellt sich schon bald nicht mehr als der harmlose alte Mann heraus, der er vorgab zu sein, sondern als gefährlicher Dämon, der die Welt vernichten will.

Wie nicht anders zu erwarten, ist der Rat der Sternzeichen wenig begeistert und trägt Virgo auf, den Schlamassel wieder in Ordnung zu bringen, jedoch ohne ihre Kräfte zu benutzen. Gelingt ihr das nicht, verliert sie ihre Unsterblichkeit. Virgo hat nur eine Idee, die Götter, die den Dämon zweitausend Jahre zuvor eingesperrt haben, sollen ihr helfen, doch dazu muss man sie erst einmal finden.

Elliot und Virgo bestreiten in Who let the Gods out / Die Götter sind los ihr erstes gemeinsames Abenteuer. Dies ist sehr unterhaltsam und der Text enthält viele versteckte Anspielungen, so dass nicht nur die jüngeren Leser auf ihre Kosten kommen. Die griechischen Götter habe ich bisher noch nie so freundlich erlebt.

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Cover Traitor to the Throne englisch

Die Rebellion gegen den Sultan, der sich Amani angeschlossen hat, konnte im letzten halben Jahr einige Erfolge für sich verbuchen. Insbesondere der Umstand, dass die Nachbarländer Mirajis die Aufstände nutzen, um dem Sultan seine Grenzen streitig zu machen, kam ihnen gelegen. Jetzt jedoch strebt der Sultan eine Allianz mit seinen Feinden an. Wenn ihm dies gelingen sollte, kann er seine Armee endlich konzentriert gegen den Feind im Inneren seines Wüstenstaates richten.

Amani versucht unterdessen ihre Verbündeten aus der Stadt Saramotai zu befreien. Trotz der Zusage, sich der Rebellion anzuschließen, hat man sich hier komplett isoliert und Vertreter der Rebellen, die die Lage auskundschaften wollten, sind nicht zurückgekehrt. Um in die Stadt zu gelangen, lässt sich Amani festnehmen.

In eine Gefängniszelle geworfen, entdeckt Amani schnell ihre Verbündeten. Mit Hilfe ihrer Kräfte ist es für sie ein Leichtes, die Zellentüren aufzusprengen und die Wachen zu überwältigen. Schnell werden alle Türen geöffnet und auch die restlichen Gefangenen der Stadt befreit. Doch auf dem Weg nach draußen stellen sich ihnen nicht nur die Bewacher der Stadt, sondern auch die Soldaten des Sultans entgegen. Die Herrscher von Saramotai haben die Rebellion verraten.

Mit Hilfe von Amanis Freunden, die sich heimlich in die Stadt geschlichen haben, gelingt den Rebellen nach einem blutigen Kampf dennoch die Flucht zurück in ihr geheimes Lager in der Wüste.

Unterdessen konnte auch eine weitere Rebellin aus dem Kerker der Hauptstadt Izman befreit werden. Doch das Mädchen scheint geistig schrecklich zugerichtet worden zu sein. Die Rebellen haben kaum Zeit sich um sie zu kümmern, denn scheinbar sind ihnen die Soldaten des Sultans gefolgt. Sie attackieren das Lager und schießen die Rebellen nieder. Amani flieht zusammen mit ein paar anderen in die Wüste. Ihre Fähigkeiten helfen ihr dabei, die Rebellen vor den Soldaten zu verstecken. Doch dann wird sie das erste Mal verraten. Sie wacht im Palast des Sultans wieder auf und dieser hat bereits Pläne für sie und ihre ganz besonderen Talente.

Amani macht in ihrer Zeit in der Gesellschaft des Sultans eine faszinierende Wandlung durch. Sie ist der Rebellion anfänglich mit der naiven Einstellung beigetreten, dass diese die Guten sind und wenn sie erst die Herrschaft für den Rebellenprinzen erkämpft haben, alles im Land besser wird. Alle Handlungen des Sultans wurden pauschal als falsch und gegen sein Volk gerichtet angesehen. Jetzt muss Amani jedoch erkennen, welch schweres Amt der Sultan auszufüllen hat und dass sich die politischen Auswirkungen seiner Entscheidungen weite Kreise in der Welt ziehen. Sie erkennt in ihm, wie in seinem Sohn, dem sie sich angeschlossen hat, den Wunsch, das Land zu schützen. Die Handlungen des Sultans werden mit einmal viel verständlicher, doch ist er auch bereit für seine Ziele über die Leichen seiner Familie zu gehen. Die Gespräche zwischen Amani und dem Sultan fügen er Romantrilogie eine ganz neue Ebene hinzu. Traitor to the Throne / Verräterin des Throns wurde dabei auf keiner Seite langweilig.

Im Palast lauert der Verrat die Manipulation hinter jeder Ecke. Nun muss Amani die Kontrolle übernehmen und ich bin sehr gespannt, wie sie diese Aufgabe im letzten Band der Reihe bewältigen wird und wie sie gegen die grausame Bedrohung, die ihr entgegensteht, bestehen wird.

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Cover Rebel of the Sands englisch

Die siebzehnjährige Amani Al-Hiza muss unbedingt aus Dustwalk und dem Haus ihres Onkels fliehen. Sie hat mitbekommen, dass sie in Kürze entweder ihren Onkel oder einen anderen Mann heiraten soll, damit dieser ihr ein unterwürfigeres Verhalten einprügelt. Jetzt sieht sie ihre einzige Chance gekommen. Nachts stiehlt sie das Pferd ihres Onkels und reitet nach Deadshot. Hier will sie sich Geld für ihre Weiterreise bei einem Schießwettbewerb verdienen und anschließend in Richtung der Großstadt Izman weiterreisen, von der ihre Mutter immer geträumt hat. Hier hofft sie auf ein besseres Leben, als in dem kleinen Wüstenort, in dem es nichts anderes als eine Waffenfabrik gibt.

Als Junge verkleidet betritt sie die Scheune in Deadshot und muss sogleich feststellen, dass sie ihr ganzes, mühsam zusammen gespartes Geld für die Teilnahmegebühr opfern muss, um auch nur mitschießen zu dürfen. Amani setzt alles auf eine Karte und entschließt sich alles herzugeben. Nach und nach scheiden die anderen Schützen aus. Amani ist deutlich besser als der Rest. Zwei Männer können ihr jedoch den Sieg streitig machen: Dahmad, der Champion des Hauses, der mit dem Betreiber unter einer Decke steckt, und Eastern Snake, ein Fremder Junge, der nur wenig älter ist als sie selbst.

Als sich das Turnier dem Ende nähert, will der Betreiber keinen der beiden jungen Teilnehmer gewinnen lassen. Die Zuschauer werden rasch ungehalten und es kommt zu einer Schlägerei und einem Brand in der Scheune. Amani und Eastern Snake fliehen gemeinsam durch ein Fenster und sie muss sich fürs erste ohne Geld und Fluchtmöglichkeit ins Haus ihres Onkels zurück schleichen.

Am nächsten Tag, als sie den Laden ihres Onkels hütet, begegnet ihr Eastern Snake erneut. Verletzt und von Soldaten des Sultans verfolgt, versteckt er sich unter ihrer Theke. Amani belügt die Soldaten und versorgt seine Schusswunde. Sie hofft, dass der Junge, der sich ihr nun als Jin vorstellt, sie mitnehmen wird und sie so doch noch entkommen kann. Doch als Amani später in den Laden zurückkehrt, ist Jin verschwunden. Dafür jedoch drängt sich ihr plötzlich Fazim auf. Der junge Mann hat sie in der Nacht zuvor beim Schießwettbewerb erkannt und will sie nun zur Heirat zwingen oder den Soldaten ausliefern, da Fazim sie mit dem von den Soldaten gesuchten Mann hat reden sehen. Auf eine Reaktion auf ihre Absage muss Amani nicht lange warten. Wenige Minuten nachdem sie sich von Fazim losgerissen hat, kehrt dieser mit dem Kommandanten der Soldaten zurück und lässt sie vor dem Dorf festnehmen.

Mit Schlägen und vorgehaltener Waffe versucht der Kommandant aus ihr den Aufenthaltsort von Jin herauszubekommen. Diesen kann sie jedoch nicht liefern und so scheint Amanis Leben verwirkt. Doch dann explodiert plötzlich die Waffenfabrik. Während die Soldaten kurz orientierungslos sind, kommt Jin angeritten, packt Amani und reitet mit ihr davon.

Am nächsten Tag muss Amani jedoch erkennen, dass Jin andere Ziele hat, als sie selbst. Er will nicht mit ihr nach Izman reisen und so beschließt sie, ihn zu betäuben, seine Vorräte zu stehlen und ihr Glück auf eigene Faust zu suchen. Doch lange bleibt sie nicht unentdeckt.

Mit Rebel of the Sands / Rebellin des Sandes entführt Alwyn Hamilton die Leser ihres ersten Romans in ein modernes orientalisches Märchen. Die Welt, in der Amani lebt, teilt sie sich mit Dschinns und Gestaltenwandlern. Diese Wesen sind zwar selten geworden, aber auch in den Ländern verbreitet, in denen die Wüste nicht vorherrscht. Amani selbst lebt die Wüste und es gelingt ihr, das Gefühl für ihre Natur und Schönheit gut rüberzubringen.

Ihr Leben wird innerhalb kürzester Zeit komplett auf den Kopf gestellt und der Leser darf dieses spannende Abenteuer mit ihr teilen. Ihre freche, selbstbewusste Art sorgt dabei für Unterhaltung. Auf ihrer Reise trifft sie auf sehr unterschiedliche Charaktere und lernt sich dadurch selbst und ihre Fähigkeiten und Wünsche erst richtig kennen.

Rebel of the Sands / Rebellin des Sandes ist ein guter Anfang für die geplante Trilogie, in dem man spüren kann, mit welcher Detailverliebtheit Alwyn Hamilton ihre Welt mit einer eigenen Geschichte, Politik, verschiedenen Traditionen und Ritualen ausgeschmückt hat. Ich hoffe, dass sie ihre Reihe auch in der Qualität abschließen kann.

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Cover Slaves of the Switchboard of Doom englisch

Retropolis, eine Stadt in der Zukunft mit dem Charme der Fünfziger. Sie ist Kilometer in die Breite und in die Höhe gewachsen. Ihre menschlichen und robotischen Bewohner bewegen sich mit Einschienenbahnen, Zeppelinen, Röhren und natürlich kleinen Raketen fort. Als Wissenschaftler ist man sehr wahrscheinlich verrückt.

Kelvin Kent, genannt Dash, ist ein Tausendsassa. Er bastelt gerade an seiner Karriere als freischaffender Abenteurer und arbeitet nebenbei als Hausmeister. Sein Vater hat Magazine mit Abenteuergeschichten verlegt und immer, wenn ihm etwas nicht plausibel vorkam, hat er es mit seinem Jungen ausprobiert. Falls es nicht funktioniert hat, mussten die Autoren ihre Geschichten umschreiben. So gelangte Dash an sein fundiertes und praxisnahes Wissen über Strahlenkanonen, Explosivstoffe und Raketen. Im Moment beschäftigen sich seine Aufträge leider nur mit dem Retten von Katzen, die die Priester des Spinnengottes regelmäßig auf den Mond entführen. Doch dann steht eines Tages Nola vor seiner Tür und möchte, dass Dash herausfindet, warum sie und ihre Kolleginnen ihre Jobs an den Vermittlungssteckpulten des Informationsnetzwerks verloren haben.

Dies führt Dash auf die Spur von Howard Pitt, dem berühmten Ingenieur, der für viele bedeutende Wunderwerke von Retropolis verantwortlich ist. Gerade eben hat er das Transportwesen der Stadt revolutioniert. Jetzt jedoch hat er sich angeblich aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Dash und Nola finden heraus, dass er an einem gewaltigen, geheimen Projekt arbeitet und sehr ungehalten reagiert, wenn jemand in seinen Angelegenheiten herumschnüffelt. Schon bald ist den beiden ein gewaltiger Killerroboter auf den Fersen.

Auch Abner Perkins zieht sich den Unmut von Howard Pitt zu, indem er zu viele Fragen stellt. Abner ist aufgefallen, dass es nahezu unmöglich ist, Inertrium, das Metall, dass leichter als Luft ist und dank dem Retropolis so weit in die Höhe bauen kann, zu bestellen. Über viele Scheinfirmen wurde das Material in so großen Mengen aufgekauft, dass es für ein Gebilde gewaltigen Ausmaßes reichen würde.

Auch in der Robotergemeinschaft ist man dabei ein Rätsel aufzuklären. Roboter werden normalerweise von zertifizierten Produzenten hergestellt und erhalten einen Arbeitsvertrag, mit dem sie unter geregelten Bedingungen ihre Herstellungskosten zurückzahlen. Anschließend sind sie frei und können sich eine andere Stelle suchen, wenn sie dies möchten. Nun scheint jedoch jemand im großen Stil illegal Roboter aus Ersatzteilen herzustellen. Natürlich erfahren diese nicht einmal etwas von den Verträgen und Rechten, die ihnen zustehen, sondern werden wie Sklaven gehalten. Die Roboter sind davon gar nicht begeistert und suchen in der Stadt nach ihren illegal produzierten Brüdern.

Slaves of the Switchboard of Doom ist der erste Raypunk-Roman, den ich gelesen habe und ich werde in Zukunft die Augen nach weiteren Vertretern dieses in letzter Zeit insbesondere vom Steampunk verdrängten Nischengenres aushalten. Glücklicherweise hat Bradley W. Schenck bereits weitere Abenteuer in Retropolis angekündigt.

Retropolis gibt ein sehr interessantes Setting ab und bietet viel Potential für weitere unterhaltsame Geschichten. Die Stadt und ihr Flair erinnern ein wenig an eine Mischung aus Flash Gordon und Futurama.

Die Protagonisten des Buches sind sehr sympathisch und wirken angenehm locker. Der Antagonist wirkt anfangs nicht sonderlich bedrohlich, vor allem, da es lange dauert, bis die Helden endlich seinen Plan aufdecken. In einer Welt, in der Dash regelmäßig in einem mit Fallen gespickten Tempel auf dem Mond gegen die Anhänger eines Spinnengottes antritt, wirkt Howard Pitt zu wenig überzeichnet. Die Geschichte besteht aus vielen Handlungssträngen, die am Ende des Buches zwar alle zusammenlaufen, jedoch wird es im Verlauf der Handlung bei der Vielzahl der Charaktere schon mal etwas unübersichtlich.

Für ein Erstlingswerk ist Slaves of the Switchboard of Doom gut gelungen. Bradley W. Schenck schafft es viele Themen wie Freiheit, Selbstbestimmung und Zugehörigkeit in seiner Geschichte unterzubringen, ohne sie dabei zu sehr zu überladen.

Jedes der 21 Kapitel des Buches enthält jeweils eine vom Autor, einem professionellen Grafikdesigner, illustrierte Seite. Zudem gibt es Illustrationen der Hauptcharaktere vorne und hinten im Buch. Das ist etwas, was ich sehr gerne bei mehr Büchern sehen möchte. Die meisten Illustrationen hat Bradley W. Schenck auch farbig ins Internet gestellt.

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