Beschreibung

Thud

Dieses Spiel stellt die berühmte Schlacht im Tal von Koom nach, bei der die hinterhältigen Zwerge den guten Trollen einen Hinterhalt gestellt hatten. Oder waren es die hinterhältigen Trolle, die den guten Zwergen... na egal. In diesem Brettspiel übernehmt ihr nacheinander einmal die eine und dann die andere Seite in dieser geschichtlich so bedeutenden Schlacht, die selbst heute noch Nachwirkungen auf das Zusammenleben von Zwergen und Trollen hat.

Das Spiel wird in zwei Runden gespielt. Jeder Spieler übernimmt einmal die Rolle der Trolle und einmal die der Zwerge. Ziel ist es die gegnerischen Steine vom Spielbrett zu entfernen. Dabei dürfen die Zwerge unterschiedliche Züge machen, als die Trolle. Während die Zwerge in einem Zug das gesamte Spielbrett überqueren können, müssen die Trolle sich Feld für Feld vorarbeiten. In der Mitte des Spielfeldes thront der unbewegliche Thud-Stein.

Thud

In einer neuen Spielvariante, Koom Valley Thud genannt, müssen die Zwerge versuchen den Trollen den Thud-Stein zu stehlen und damit vom Spielbrett zu entkommen.

Wir haben auf Scheibenwelt.de eine Spielerdatenbank eingerichtet, in die sich erfahrene Spieler und Neulinge eintragen können, um gemeinsam Thudspielabende zu planen, zudem lassen sich dort auch Spieler für andere Scheibenweltspiele finden.

Bestandteile

Thud

Das Spiel besteht neben dem eigentlichen oktagonalen Spielbrett aus 32 Zwergen, 8 Trollen und dem Thud-Stein.

Es ist in mehreren Varianten erschienen. Eine einfache Version zum wirklichen Spielen und drei recht teure Versionen, die auch sehr gut als Dekorationsobjekt herhalten. Die zum Spielen gedachte Gaming Edition enthält kleinere Figuren. Die Figuren der 3 teureren Versionen lassen sich daher nicht auf den Brettern der billigen Version benutzen. Das Ledertuch als Spielbrett kann man einzeln zu der Gaming Edition dazu kaufen. Die Gaming Edition enthält aber auch ein faltbares Pappspielbrett. Die Bretter der anderen Versionen sind aus Holz geschnitzt.

Erwerben lässt sich das Spiel über die Cunning Artificers unter www.thudgame.com und inzwischen auch in einigen deutschen Spieleshops. Die Gaming Edition wird nun in einer neuen Auflage mit einem zweiten Thud-Stein vertrieben. Neuerdings gibt es auch einzelne Holzbretter, recht teure und schwere Steinbretter für die limitierte Edition und Thud-Ecksteine, mit denen man den eigenen Spielerfahrungsfortschritt anzeigen kann, zu kaufen.

Downloads

Regeln:

Fassungen

THUD - Das Scheibenwelt Brettspiel

Spiel
1 Spielbrett, 41 Figuren


Gaming Edition

The Cunning Artificers

englisch

Spiel

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Spiel
1 Spielbrett, 41 Figuren


Travelers Edition

The Cunning Artificers

englisch

Spiel

Bestellen

Spiel
1 Spielbrett, 41 Figuren


Old Bone

The Cunning Artificers

englisch

Spiel

Bestellen

Spiel
1 Spielbrett, 41 Figuren


Table Edition

The Cunning Artificers

englisch

Spiel

Bestellen

Spiel
1 Spielbrett, 41 Figuren


Polished Tusk

The Cunning Artificers

englisch

Spiel

Bestellen

Spiel
1 Spielbrett, 41 Figuren


Hand Painted Limited Edition

The Cunning Artificers

englisch

Spiel

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Spiel
1 Lederspielbrett


Gaming Edition

The Cunning Artificers

englisch

Spiel

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Spiel
1 Ring


Sterling Silber

The Cunning Artificers

englisch

Spiel

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Spiel
1 Spielbrett, 42 Figuren


Gaming Edition

Mongoose Publishing

englisch

Spiel

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Spiel
1 Spielbrett, 41 Figuren


Gaming Edition

The Cunning Artificers

englisch

Spiel

Bestellen


www.Thudgame.com

Copyright: Terry Pratchett 2002
Übersetzung: Jens Kleine 2002

Diese Kurzgeschichte von Terry Pratchett zur Entstehung des Thud-Spiels darf exklusiv hier bei uns veröffentlicht werden, wofür wir uns bei Terry Pratchett und Bernard Pearson bedanken möchten. Es wurde von ihnen nicht gestattet, sie auf anderen Internetseiten oder in irgend einer anderen Form zu veröffentlichen.

Thud - Eine historische Übersicht

Die Rolle von Spielen in der Geschichte der Zwerge und der der Trolle war sehr bedeutend.

Das vielleicht bekannteste war das zwergische Spiel Hnaflbaflsniflwhifltafl, entwickelt vom geschickten Erfinder Mürrisch Starkimarm für Hugen, Niederem König der Zwerge. Hugen verlangte nach einem Spiel, das den jungen Zwergen die Tugenden von Aufmerksamkeit, strategischer Planung, Kühnheit and schnellem Denken lehren sollte. Und so erfand Mürrisch ein Brettspiel, das schon einige Ähnlichkeiten mit dem Thud-Brett besaß.

Das Spiel fegte wie ein Sturm durch die Welt der Zwerge und wurde sehr populär. Hugen, war darüber sehr erfreut und fragte Mürrisch, was dieser als Belohnung verlange. Der Überlieferung zufolge, antwortete der Erfinder: "Wenn es Eurer Majestät beliebt, möchte ich um nicht mehr bitten, als dass Ihr mir ein Plk [ein damals übliches kleines Goldstück] auf das erste Feld, zwei auf das Zweite, vier auf das Dritte und so weiter legt, bis das Spielbrett gefüllt ist."

Thud

Der König stimmte diesem bereitwillig zu und ließ einen Sack Gold aus seiner Schatzkammer bringen. Jedoch verging nicht viel Zeit beim Zählen, bis klar wurde, dass Mürrisch tatsächlich das gesamte Gold des Universums verlangt hatte.

Dies stellte ein Problem für den König dar, der ja sein Wort gegeben hatte. Er löste es jedoch, indem er seine Axt zückte und zwei seiner Bediensteten befahl Mürrisch rüber zum Fenster zu zerren, weil dort das Licht besser war. An dieser Stelle änderte Mürrisch seine Forderung hastig in "soviel Gold, wie er tragen könne", woraufhin Hugen zustimmte und nur einen seiner Arme brechen ließ. "Damit", verkündete er, "alle wissen sollen, dass Hnaflbaflsniflwhifltafl zwar Aufmerksamkeit, strategische Planung, Kühnheit und schnelles Denken lehrt, es aber trotzdem äußerst wichtig ist zu wissen, wann man keine drhg'hgin Tricks versuchen sollte"

Thud

Trollspiele sind stark mit der Trollreligion verbunden und manche von ihnen sind recht schwer zu verstehen. Es gibt ein Spiel, das wie eine vereinfachte Form von Schach aussieht. In diesem besteht das Spielen darin, die Steine auf dem Brett aufzustellen und darauf zu warten, dass sie sich bewegen. Und in einem anderen Spiel werden Steine hoch in die Luft geworfen und die Spieler wetten darauf, ob sie wieder herunterfallen werden oder nicht. Bei diesem Spiel kann man ziemlich viel Geld gewinnen.

Das Koom Tal

Die traditionelle Feindschaft zwischen Zwergen und Trollen wurde durch eine simple Aussage wegerklärt: Die eine Spezies besteht aus Felsen, die andere aus Minenarbeitern. Aber in Wahrheit besteht diese Feindschaft, weil sich niemand mehr an eine Zeit erinnern kann, zu der sie nicht bestand und so macht man weiter, weil alles schließlich nur aus völlig gerechtfertigter Rache für die Rache, die als Antwort auf die Rache für die Vergeltung die zu einem früheren Zeitpunkt geschehen ist, getan wird und so weiter... Menschen tun so etwas nicht... häufig.

Thud

Es existieren mindestens drei Stellen in Koom, die von sich behaupten, das Koom Tal zu sein und von wenigstens vierzehn große Schlachten nimmt man an, dass sie dort stattgefunden haben, was auch immer sich als "dort" herausstellen mag.

Der wahrscheinlichste Ort für das Koom Tal, der sich auch wirklich im Koom Tal befindet, ist ein einsamer, angsteinflössender Ort. Selbst Sturmwolken machen eine Bogen darum. Von einigen Zauberern in der Geschichtsabteilung der Unsichtbaren Universität wird vermutet, dass die Felsformationen in diesem Tal, die im Weg der vorherrschenden Winde stehen, mit einer Frequenz schwingen, die beträchtliches Unbehagen und üble Laune in den Gehirnen von Zwergen, Trollen und Menschen hervorruft. Aber Versuche dies experimentell zu beweisen scheiterten bereits drei mal, da Kämpfe zwischen den Forschern ausbrachen.

In der letzten Schlacht kämpfte einer Gruppe junger Zwerge aus Ankh-Morpork, die diesen Ort als Teil eines Kulturausflugs besuchte. Stadtzwerge sind der Meinung, dass es sehr wichtig für ihre Nachkommen ist, mit ihren zwergischen Wurzeln in Kontakt zu bleiben und schicken sie daher oft zurück nach Kupferkopf oder Überwald, was sie dann als "Minen Zeit" bezeichnen. Unglücklicherweise besuchte an diesem Tag ebenfalls eine Gruppe junger Trolle aus recht ähnlichen Gründen die Gegend. Nachdem sie sich einige Schimpfwörter an den Kopf geworfen hatten, gingen sie zum Kampf über und führten dabei eine sehr schwungvolle Neuauflage früherer Schlachten auf.

Das Thud-Spiel wurde als Alternative zu den Kämpfen erdacht. Einige alte Zwerge und Trolle waren der Ansicht, dass eine unblutige Art der Auseinandersetzung ein Schritt zum Frieden in den Bergen sein könnte und nebenbei gingen ihnen so langsam die Leute aus. Und, in Gedenken an den allgemeinen Zustand all der erfolglosen Kämpfer in den Kriegen, besteht das Spiel aus zwei Hälften.

"Denn", so sagte einst Plateau, ein trollischer Philosoph, "wenn du wollen versteh'n ein Feind, du müssen gehen eine Meile in seine Schuhe. Dann, wenn er immer noch ist dein Feind, du wenigstens bist eine Meile weg und er keine Schuhe mehr."

Thud

Eine Legende besagt, dass sich einst eine große Kampftruppe Zwerge und eine kleinere Trolle in dem Tal gegenseitig jagten und dass der Anführer der Trolle bei dieser Gelegenheit ein interessantes Manöver versuchte. Normalerweise hätten sich die beiden Gruppen zwischen den großen Felsen, die das Tal säumen, gejagt, aber dieses mal positionierte der Trollanführer seine Kompanie mitten auf freiem Feld, da er vermutete, dass die Zwerge dort nie nach ihnen suchen würden.

"Am Ende" , soll er laut Überlieferung gesagt haben, "sie uns immer finden doch, wenn wir verstecken hinta die Felsen, weil hinta die Felsen sie suchen, also wir unz stellen direkt in die Freie und sie werden nicht finden unz, weil dort nichts gibt, wohinta sie könnten suchen."

Dieser bedeutende Fortschritt im trollischen Denken hatte einen gewissen Erfolg, da an diesem Morgen dichter Nebel, recht ungewöhnlich für diese Gegend, aufgezogen war. Jedoch verzog sich dieser kurz nach Sonnenaufgang und die Trolle wurden, im Widerspruch zu dem, was einwandfreie Logik schien, sofort entdeckt. Eine Schlacht entbrannte. Beide Seiten beschuldigten die andere geschummelt zu haben und beide Seiten beanspruchten den Sieg für sich.

Das Thud-Spiel versucht dies nachzustellen und es wird ihm nachgesagt, die Anzahl von großen Kriegen zwischen Zwergen und Trollen erheblich gesenkt zu haben und diese dafür durch unzählige Kneipenschlägereien zu ersetzen, bei denen Thud-Bretter und manchmal Figuren als Waffen benutzt werden. Aber da es sich hierbei lediglich um eine Polizeiangelegenheit handelt, zählt es als Frieden...